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31.08.2017 10:31

Familiensportfest – ein Gewinn für alle

Sport macht glücklich – Das ist ein von Medizinern und Laien gleichermaßen akzeptierter Grundsatz. Außerdem fördert er die Gesundheit und die Kommunikation untereinander.

Von: Kurt Lautensack

Römhild – Diese Grundsätze macht sich der Vorstand des TSV 1860 Römhild zu Eigen, um Jung und Alt ein vielseitiges sportliches Angebot zu unterbreiten. So wird neben den traditionellen Sportarten wie Fußball, Volleyball, Tischtennis oder Kegeln, beim TSV auch der Leichtathletik sowie dem Kinder- und Freizeitsport große Bedeutung beigemessen. Dabei kann sich der langjährige Vereinsvorsitzender René Michael auf sehr aktive Mitstreiter verlassen, die in den einzelnen Abteilungen bzw. Sportarten die Fäden in der Hand halten. So wie am vergangenen Samstag beim traditionellen Familiensportfest, wo René Michael als Mitglied des Keramik-Fördervereins stärker in dessen Arbeit eingebunden war. „Ich hatte noch gar keine Gelegenheit rüber zum Sportplatz zu schauen“, meinte der TSV-Vorsitzende, „aber Marei Evers als Abteilungsleiterin Kindersport ist da mit ihren Leuten eine verlässliche Größe“. Dass das Familiensportfest ausgerechnet mit dem Keramikmarkt zusammenfiel sei eine Ausnahme, sagte Michael, dass es normalerweise immer am Schuljahresende stattfinden würde. „Aber die Laufbahn sollte erneuert werden und so kam es zur Verlegung. 

Das bestätigte auf der Sportanlage auch Marei Evers, die als Organisationschefin gleichzeitig Ansprechpartnerin für Jedermann war. „Während der Urlaubs- und Ferienzeit macht es wenig Sinn, da wir dann zu wenig Kinder und Erwachsene erreichen“ so Evers. Deshalb sei der Verein in Absprache mit dem AWO-Kindergarten Römhild als Partner auf den Schuljahresbeginn ausgewichen. Das es nun mit dem Keramikmarkt zusammenfiel, hat beiden wohl nicht geschadet. So fanden sich beim traditionellen Familiensportfest knapp 200 Kinder und Erwachsene ein, um sich sportlich zu betätigen oder aber als Verantwortlicher an den Stationen, als Helfer und Unterstützer zu fungieren. Manche seien einfach nur dabei gewesen oder haben sich außer Wertung einmal probiert, die Hauptsache sei es doch, es wird sich bewegt.

Und das wurde es. Denn 50 Kinder aus Kindergarten und Grundschule haben am Wettbewerb teilgenommen, rechnete die Leiterin des AWO-Kindergartens, Petra Tuchenhagen, kurz nach. Dass auch die Eltern gemeinsam mit den Kindern mitgemacht haben, hat nicht nur zur guten Stimmung bei Groß und Klein beigetragen, sondern auch die Jüngsten besonders angespornt. Ein Laufzettel enthielt sechs verschiedene Disziplinen, die abgearbeitet werden mussten. Ob Geschicklichkeitslauf über Hindernisse, Sketen mit Stöcken, Wasserspiele oder Ball-Zielwurf, Gewinner waren eigentlich alle und so gab es strahlende Gesichter, wenn Petra Tuchenhagen den Kindern einen kleinen Pokal umhängen konnte.

Neben Spiel und Spaß für alle ging es natürlich auch um das Ablegen des Sportabzeichens in den verschieden Altersklassen. Auch hier haben sich 50 Kinder, Jugendliche und Erwachsene herangewagt, um die Bedingungen für das Sportabzeichen zu erfüllen, bestätigte Marei Evers. Alle Kinder, die im laufenden Kalenderjahr sechs Jahre alt werden, können das Deutsche Sportabzeichen ablegen. „Aber auch für Vorschulkinder, die jünger sind, ist das Mitmachen möglich“, so Evers, „sie müssen aber die Norm der Sechsjährigen erfüllen“. Dazu waren durchaus einige in der Lage. Neben jeweils einer Sportart aus den vier Disziplin-Gruppen Ausdauer, Kraft, Schnelligkeit und Koordination muss natürlich auch der Nachweis der Schwimmfertigkeit erbracht werden. Für die Erwachsenen war es ebenfalls eine gute Gelegenheit, ihre Leistungsfähigkeit einmal zu testen.

Doch auch wenn nicht alle 50 Teilnehmer die Bedingungen hundertprozentig erfüllten, der Zweck des Familiensportfestes war dennoch erreicht. Denn es geht darum, die Erwachsenen zum Sporttreiben zu animieren und möglichst viele einzubeziehen und im Kinderbereich die Ausdauerfähigkeit und die Lust an vielseitiger Bewegung zu fördern, um Übergewicht zu verhindern. Und so stand nicht die Frage im Vordergrund, wieviel Sport der Mensch braucht, sondern dass er ihn überhaupt betreibt, so nach dem Motto des TSV „Fit ist Cool“. 

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