Zum Hauptinhalt springen

3500 Euro für den TSV 1860 Römhild e.V.

Erstellt von Kurt Lautensack | | Römhild

Zur symbolischen Scheckübergabe von Lottomitteln durch das Thüringer Wirtschaftsministerium war zu diesem Anlass Staatssekretär Carsten Feller nach Römhild gekommen.

Römhild – Reger Spielbetrieb herrschte am frühen Donnerstagabend auf der Vierbahnen-Automatik-Kegelanlage im Vereinsheim des TSV 1860 Römhild während der symbolischen Scheckübergabe durch Staatssekretär Carsten Feller. Denn gegenwärtig läuft gerade der Kegelwettbewerb für die Vereinsmannschaften der Stadt Römhild und Umgebung. Wie von Vorstandsmitglied Harald Göpel zu erfahren war, haben sich 22 Mannschaften aus den verschiedenen Ortsteilen der Stadt und weiteren Orten zur Vereinsmeisterschaft angemeldet. Bis kommenden Freitag dauern die Vorausscheide, bevor dann aus der Runde der verblieben acht Mannschaften der Sieger ermittelt wird.

Ungeachtet des sportlichen Wettkampfes konnte Vorstandsmitglied Siegfried Röder, der in die Gesamtmodernisierung involviert ist, in Vertretung des TSV-Vorsitzenden Renè Michael den Staatssekretär Carsten Feller begrüßen und die an der Übergabe teilnehmenden Vertreter des TSV Römhild vorstellen. Die Wettkampfpause auf der modernisierten Vierbahnen-Anlage wurde dann genutzt, um Lottomittelübergabe nachzuholen. Denn nach dem der Antrag auf Lottomittel an das Thüringer Wirtschaftsministerium bewilligt worden war, sollte die Übergabe bereit im Februar stattfinden. Aus beiderseitigen Termingründen konnte sie nun erst am Donnerstag erfolgen.

Leistungen der Vereine wird anerkannt

Ihm sei sehr daran gelegen gewesen, so Carsten Feller, persönlich den symbolischen Scheck zu übergeben. Der Grund: „Ich nehme eine solche Gelegenheit gerne wahr, um Vereine und deren Aktivitäten vor Ort kennenzulernen. Wenn ich sehe, wie gut es innerhalb eines Sportvereins funktioniert, so wie hier in Römhild, dann freut es mich umso mehr, dass die ausgereichten Lottomittel von 3500 Euro die Vereinsarbeit stärken. Denn ohne ein gute Vereinskultur geht es weder auf dem Dorf noch in der Stadt, deshalb freut es mich ganz besonders, dass es Menschen gibt, die sich aktiv einbringen“.

Das sah Bürgermeister Heiko Bartholomäus genauso und dankte für die Unterstützung durch Lottomittel. „Indirekt wird damit auch die Kommune unterstützt, weil es die Stadt damit auch entlastet. Wir haben mehr als 10 Kulturhäuser bzw. Dorfgemeinschaftshäuser und 10 Sportplätze mit größtenteils dazugehörigen Vereinsheimen, da brauchen wir das Engagement und die Hilfe der Vereine“. Die Vereine kämen zwar selbst für die Betriebskosten auf und würden darüber hinaus noch viel mehr leisten, doch eine gewisse Verantwortung für die Gebäude habe trotzdem die Stadt. „Wir merken aber auch“, so Bartholomäus, „dass das dauerhafte Engagement weniger wird, das kurzfristige für bestimmte Projekte auf jeden Fall vorhanden ist“. Deshalb seien solche finanziellen Hilfen seitens des Freistaates auch eine Anerkennung für die Arbeit in den Vereinen. So konnten mit den ausgereichten Lottomitteln im Rahmen der Gesamtmodernisierung der Kegelbahnanlage 36 neue Stühle angeschafft und am Vereinsgebäude eine neue Eingangstür eingebaut werden. Zur umfassenden Modernisierung der Kegelbahnanlage, so Harald Göpel, sei als letzter Schritt noch die Umrüstung der automatischen Aufstellanlage mit moderner Elektronik. Aber auch das alte Sportlerheim, in dem viele Erinnerungen an tolle Veranstaltungen geblieben seien, so Kerstin Hippler und Mandy Matkey, soll eine neue Außenhaut und neue Elektrik bekommen.

Rühriger Verein mit Sportangeboten für alle Generationen

Dass es in den Vereinen der Ortsteile wahrhaft rührige Menschen gibt, so wie eben auch beim TSV 1860 Römhild, davon konnten Siegfried Röder, Mandy Matkey, Kerstin Hippler, Harald Göpel und Michael Knie Carsten Feller im Gespräch in sehr entspannter Atmosphäre während eines Rundganges überzeugen. Sie konnten bestätigen, worauf ihr Vereinschef bereits in der Antragstellung an das Wirtschaftsministerium verwies. So sei der TSV 1860 Römhild mit seinen knapp 380 Mitgliedern nicht nur der größte im Stadtgebiet, sondern halte mit seinen Abteilungen Fußball, Kegeln, Volleyball, Tischtennis und Breitensport attraktive Angebote für mehrere Generationen bereit. Mit 160 Mitgliedern unter 18 Jahren gehöre er auch zu den Aktivposten in der Kinder- und Jugendarbeit, ist sich Siegfried Röder sicher. Und in der Abteilung Kegeln sei wiederum die Anzahl der aktiven Sportler im Rentenalter am höchsten, weiß Harald Göpel ziemlich genau, denn im Herbst 1972 wurde er erstmals in das Leitungsgremium gewählt und seit dem ununterbrochen tätig. Als Beispiel nannte er den 87-jährigen Alfred Grassau, der an diesem Tag sogar als Wettkampfrichter im Einsatz war, zusammen mit Harald Bohlig, dem „Mädchen für alles“, wie es hieß. Harald Göpel verwies aber auch mit Stolz auf sechs Mannschaften im Kegeln, darunter eine Frauen- und zwei Seniorenmannschaften sowie darauf, dass in Zusammenarbeit mit der Grundschule Milz Oma, Opa und Enkel zusammen Sport treiben. Das werde gut angenommen. Diese Initiative wiederum freute auch Staatssekretär Carsten Feller, der den Sport in allen Altersklassen als äußerst wichtig betrachtete. „Denn“, so Feller, „in den letzten 10 Jahren sind die Menschen in Deutschland im Durchschnitt 4,5 kg schwerer geworden“. Deshalb sei das gemeinsame Sporttreiben, neben den ohnehin Aktiven in den verschiedenen Sportarten, der richtige Ansatz.

Zurück