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06.09.2017 11:40

Nachbetrachtung zum Neunten

War der Samstag bereits sehr gut besucht, so setzten die Besucher am Sonntag mit einer Extra-Zugabe eins drauf.

Von: Kurt Lautensack

Römhild – Entgegen allen Erwartungen, wie sie sich vielleicht durch die teilweise Verlagerung der Stände der Keramiker oder durch die zuvor herrschende Wetterlage abzeichneten, war der 9. Keramikmarkt ein voller Erfolg. Beide Bedenken waren am Sonntagabend wie weggeblasen. Abgesehen vom Freitagabend, wo wegen des Regengusses kritische Blicke gen Himmel geschickt wurden, gab es ein strahlendes Wochenende mit angenehmen Temperaturen. Und auch die Verlagerung mehr auf die Rückseite von Schloss Glücksburg mit dem Park hatte sich, entgegen den Befürchtungen einiger Keramiker, als Glückstreffer erwiesen.

Zu diesem Schluss kamen Marktleiterin Marion Martin vom Förderverein „Internationales Keramiksymposium Römhild e.V.“ und Vereinsmitglied Waltraud Bäumert am Ende des zweiten Tages. Die neue Variante, wie die Keramikstände aufgestellt waren, führte auch bei den Besuchern zu viel Lob, weil es sich nicht nur alles auf den beiden Innenhöfen zusammendrängte und das Flanieren und Schauen einfach Spaß machte, weil auch der Park eine gewisse Atmosphäre. Zu zählen waren die Besucher natürlich nicht, aber alle angesprochenen Marktbesucher, die schon öfters in Römhild waren, meinten, einen solchen Besucherstrom nur selten gesehen zu haben. Er lag wohl jenseits der 6000er Marke. Und wer überhaupt zum ersten Mal den Keramikmarkt besuchte, so wie beispielsweise Uwe Graf aus Gleichamberg, der war regelrecht „überrumpelt von der Anzahl der Stände und der Leute“.  

Die Keramiker nach die ihren Umsatz gefragt, so zeigten sich zumindest die Befragten zufrieden, so dass eben auch die Gäste, die den Autokennzeichen nach aus mehreren Bundesländern angereist waren, in Kauflaune waren. Was bei den Ausstellern sehr gut ankam, sei auch das Keramik-Dinner am Samstagabend gewesen, meinte Marion Martin und ihr Organisationsteam des Vereins. In lockerer Runde beisammenzusitzen und miteinander ins Gespräch zu kommen, sei für viele ein Novum. Auch vom gesamten Marktflair seien viele der Aussteller angetan. So hätten die Keramikerinnen Beck und Kittelman von der Gastfreundschaft und dem Interesse an ihrer Arbeit geschwärmt und äußerten, es sei „der schönste Markt“ auf dem sie bisher gewesen seien. Wohl jüngste Ausstellerin war Julia Saffer aus Hünstetten (Taunus), die seit 2015 ihr Atelier „Julia Saffer Keramikgestaltung“ betreibt und von der Atmosphäre in Römhild begeistert war. Ebenso das Ehepaar der „Sonnenschein-Keramik“ aus Dresden. Einige Keramiker, so Martin, hätten sich bereits für nächstes Jahr angemeldet.  

Aber auch das ansprechende Rahmenprogramm habe sich als Besuchermagnet erwiesen. So bestand großes Interesse an den angebotenen Führungen durch den Nordflügel von Schloss Glücksburg mit dem Künstler-Atelier der Keramik-Stiftung Römhild. Reinhard Keitel aus Weimar, selbst Aussteller und Vorsitzender der ersten „Deutschen Keramikstiftung Römhild“, informierte in mehreren Führungen über den Stand der Arbeiten im Atelier, über die Bauphasen und natürlich über den Stand der Vorbereitung zum XI. Internationalen Keramik-Symposium 2018 in Römhild sowie über die Arbeit des Fördervereins.  

Sehr gut angekommen sei auch die von Jan Eppler vom „Tanzhaus Benshausen“ durchgeführte Veranstaltung mit Kindern als junge Talente, erklärte Michaele Lins vom Förderverein. Kinder aus der Grundschule Milz sowie aus der Grabfeld-Region konnten mitmachen und sich im Ballett, Stepptanz oder im Gesang ausprobieren. Jan Eppler als musikalischer Leiter des Tanzhauses möchte den Kindern eine Bühne bieten, wo sie ihre tollen Talente entfalten können und daran Spaß haben sollen.

Absoluter Höhepunkt im Rahmenprogramm war am Sonntagnachmittag, gewissermaßen als Abschluss, die Modenschau der „Ideen-Quelle“. Das war knapp eine Stunde pure Unterhaltung am Laufsteg mit Rico Frank als humorvoller Moderator und der „Laien-Modetruppe“ von Rosel Frank. Mit Charme und Witz stellte Rico die weiblichen und männlichen Models vor und das was sie als Mode vom Sommer bis zum Winter dem Publikum zeigten. 

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