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07.08.2017 12:05

Musik und Tanz im Schlosshof

Im hinteren Schlosshof der Glücksburg von Römhild fand im Juli das 2. Fest der Vereine statt.

Von: Kurt Lautensack

Römhild – Nach der Premiere des Vereinsfestes der Stadt Römhild im vorigen Jahr, hielten die Initiatoren des Ehrenamts-Stammtisches Selina Dauer, David Wiedemann und Stefan Hammer auch in diesem Jahr an ihrem Grundgedanken fest, die Vereine der Stadt Römhild aus den 14 Ortsteilen einander näherzubringen bzw. untereinander ins Gespräch zu kommen. Die Organisatoren, zusammen mit Mona Berghold und ihrem Quelle-Team gaben sich jedenfalls alle Mühe, damit die Besucher einige gemütliche Stunden bei bester Versorgung verbringen konnten. Bei Rouladen und Klöße brauchte auch niemand auf seinen geliebten Sonntagsbraten zu verzichten. Darüber hinaus sorgten Eltern und Erzieherinnen vom AWO-Kindergarten Römhild für Kaffee und eine reichliche Auswahl an Kuchen.

Wenn sich auch die Vertreter der weit über 80 Vereine der Stadt mit ihrem Erscheinen schwer taten, das Publikum aus der Region nahm die Einladung gerne an, so dass die Besucherzahl deutlich höher war als im vergangenen Jahr. Vielleicht lag es auch mit an der Mittagsversorgung, meinte David Wiedemann, denn zu Mittagszeit waren alle Tische im Schlosshof besetzt. „Es muss sich eben erst entwickeln“, meinte Selina Dauer, „und zu allen Vereinen durchdringen“. Dabei wäre es doch „für manche Vereine eine gute Gelegenheit, sich zu präsentieren, und sei es nur mit einer Infotafel“ war auch die Meinung von Detlef Floßmann, Vorsitzender des Heimatvereins Westenfeld, der mit wiederum mit einer starken Abordnung von gezählten 25 Westenfeldern vertreten war. Von der Römhilder Karnevalsgesellschaft (RKG) waren neben Heiko Bartholomäus, seines Zeichens Präsident und Stellvertreter des Bürgermeisters, ebenfalls eine Reihe von Mitgliedern anwesend. Für die übrigen Stadträte sprang Bärbel Freund vom Heimatverein Mendhausen in die Presche.

Für die musikalische Unterhaltung bei dieser zweiten Auflage sorgten vor, während und nach dem Mittagessen für mehr als drei Stunden die Original Heldburger Wirtshaus-Musikanten. Mitgebracht hatten die Musikanten Schlager-Ohrwürmer und bekannte Volkslieder zum Mitsingen, aber auch bekannte oder weniger bekannte Schlumperliedchen, die einfach für Stimmung sorgten. Wenn man früher im Wirtshaus bei Festen oder am Abend zu einem Glas Bier zusammenkam, wurden meist spontan und ungezwungen urtypische Lieder zu singen. Aber wo und wann kommt das schon heute noch vor, vielleicht noch beim Kirmesantrinken, bei einem dazugehörigen Frühschoppen wie am Sonntag in Gompertshausen oder wie es noch des Öfteren der Fall ist, beim „Montagsmaler-Stammtisch“ in Gleichamberg. Doch an diesen schönen Brauch, der scheinbar in Vergessenheit geraten zu sein, erinnerten sich wohl auch die Wirtshaus-Musikanten nach ihrer Gründung und machten diese Musik zu ihrem Markenzeichen. Und so hatten sie auch frivol-lustige Lieder im Gepäck wie das „Morgenrot, Morgenrot, uns’re liebste Sau ist tot. Gestern noch da tat sie grunzen, heut gibt’s Leberwurst und Blunzen (eine alte Bezeichnung für Blutwurst und nicht jedermann Geschmack)…“, bei dem das Publikum sogar auf eine Wiederholung bestand. Doch auch den Wunsch nach den „Alten Kameraden“ erfüllten sie zum Abschluss noch.

Fortgesetzt wurde die Unterhaltung durch die Freizeit-Tänzerinnen der „Seniorentanzgruppe der AWO Römhild“ mit der „Amerikanischen Promenade“ nach dem Gabalier-Schlager „I sing a Liad für di“ sowie mit einem sogenannten „Dreiertanz“. Dass man das Volkslied „Jetzt kommen die lustigen Tage“ nicht nur singen, sondern auch besondere Tanzschritte ausführen kann, zeigte die Tanzgruppe ihrem Publikum. Und so mancher Beifall spendender Besucher hatte wohl unter der Seniorentanzgruppe nicht vermutet, wozu sie mit ihren Tänzen und Schrittfolgen bei flotten Rhythmen in der Lage waren. So blieben auch Zugaberufe nicht aus, was die Frauen mit ihrem Tanz nach Michl Müllers Lied vom „Heringsdösle“ dankten.

Für Kurzweil und Beschäftigung der Kinder sorgte in der gesamten Zeit das Spielmobil vom Kreissportbund, dessen Kosten die BayWa Römhild übernommen hatte. Bei Musik von der CD und angeregten Gesprächen klang das 2. Fest der Vereine aus, das ein Dankeschön für die Organisatoren durchaus verdient hat. 

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