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Ortsbeleuchtung

Sehr geehrte Mitbürgerinnen und Mitbürger,

in den vergangenen 2 Wochen kam es in unsere Einheitsgemeinde gleich 2mal zu nächtlichen Gebäudebränden. Am Osterwochenende ereilte es den Ortsteil Milz und in der Nacht vom Mittwoch auf Donnerstag den Ortsteil Westenfeld.

Beide Brände wurden in der Nacht gemeldet und unsere Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr aus den verschiedensten Ortsteilen wurden zum Einsatz alarmiert und sind ausgerückt.

Durch die vorherrschende Dunkelheit und die fehlende Ortsbeleuchtung kam es in beiden Brandfällen zu deutlichen Behinderungen und Beeinträchtigungen unsere Einsatzkräfte.

Bei beiden Brandereignissen wurde mir von den Vor-Ort befindlichen Einsatzleitern und auch vielen Kammeraden deutlich gemacht, dass es gerade am Anfang der Einsätze und beim Anfahren der Einsatzkräfte zu enormen Orientierungsschwierigkeiten am Einsatzort kommt und damit im Zweifelsfall zu deutlichem Zeitverlust beim Retten und Bergen sowie beim Anlauf der Löscharbeiten kommt. Ich habe durch meine Anwesenheit bei den Brandfällen selbst miterlebt, dass diese Situation nach meiner Auffassung unhaltbar ist.

Wir gefährden im Zweifelsfall mit dieser Situation Menschenleben!

Ich habe deshalb mit sofortiger Wirkung angeordnet, dass bis auf weiteres alle Ortsbeleuchtungen in unseren Ortsteilen bei Nacht wieder eingeschaltet werden.

Der Schutz von Menschenleben hat und muss oberste Priorität bei unserem Handeln und unseren Entscheidungen genießen.

 

Heiko Bartholomäus

Bürgermeister

Motto: „Wer lesen kann ist klar im Vorteil“

Erstellt von Kurt Lautensack | | Westenfeld

Westenfeld – Nach monatelanger Aufbauphase und einem engagierten Einsatz der Vereinsmitglieder war es soweit, dass die Landfrauen-Bibliothek mit Kinderleseecke und Lesecafé in den Räumen der ehemaligen Grundschule Westenfeld ihre Türen öffnen konnten. Unter dem oben genannten Motto hatte der Verein ein zweitägiges buntes Programm für Kinder und Erwachsene vorbereitet. Bereits zur offiziellen Eröffnung am Freitagvormittag konnte die Vereinsvorsitzende der Landfrauen, Sibylle Fender-Tschenisch neben den gut 30 Besuchern aus Westenfeld und Nachbarorten als Gäste Jessica Weinland-Schmidt, Leiterin der Kreisentwicklungs- und Sozialplanung beim Landratsamt sowie den Beigeordneten der Stadt Römhild, Wolfgang Sontag, begrüßen.

Im bereits vor längerer Zeit geschaffenen Klubraum, der künftig auch als Lesecafé genutzt wird, habe die Vereinsvorsitzende zunächst auf die Anfänge und auf das, was bisher geschehen war, verwiesen. So blieben seit der Gründung des Vereins und der Umsetzung des Nutzungskonzeptes Tischtennis- und Spielabende (ehemalige Turnhalle), Landkidsclub, Landfrauen- und Landmännerfrühstück, Jungs- und Mädchentage oder Gleichbergnaturdetektive nicht nur Stichworte in der Arbeit der Landfrauen. Über die Stiftung Lesen organisierten die Westenfelder Lesemacher Vorlesespaß- und Märchenbuchaktionen, die bei den Kindern gut ankamen. Und da ein gewisser Fundus von Büchern in Westenfeld und auch in der Bücherei der Stadt ohne eine Nutzung vorhanden war, wurde die Idee von einer Bibliothek als „Hüterin der Bücher“ geboren. Was nun mit dieser Bibliothek geschaffen wurde, darauf können die Initiatoren mit Recht stolz sein.

Beim Rundgang seien alle Anwesenden äußerst beeindruckt gewesen von dem, was hier die Vereinsmitglieder auf einen guten Weg gebracht hätten, so Klaus-Dieter Zehner, ehemaliges Stadtratsmitglied und „Dorfkümmerer“ von Westenfeld. Jessica Weinland-Schmidt habe die Aktivitäten des Landfrauenvereins ausdrücklich gelobt und habe diese auch in der Vergangenheit unterstützt, so Fender-Tschenisch. Über das Programm „Eins99“, das Projekte für alle Altersklassen bereithält, laufe auch die Aktion „Dorfkümmerer“, die von Weinland-Schmidt unterstützt wurde. So gehörte Klaus-Dieter Zehner als einer der ersten im Landkreis zu den offiziell ernannten „Dorfkümmerer“, wie er selbst erklärt. Dass sich die Aktionen der Westenfelder Landfrauen rumgesprochen hatten, mag die Tatsache beweisen, dass sogar eine Besucherin aus Lengfeld die Bibliothek aufsuchte und von der Einrichtung sehr angetan war. Da sie auch gleich die Buchausleihe nutzte, steht ein Wiederkommen schon fest.

Am Freitagnachmittag schließlich, stand ein „Vorlesefest für die ganze Familie“ anlässlich des bundesweiten Vorlesetags in der Turnhalle auf dem Programm. Dabei ging es natürlich nicht nur um das Lesen oder Vorlesen, sondern auch um Spiel, Spaß und viel Bewegung. Denn gerade Kinder, von denen mehr als 30 kamen, zum Teil natürlich auch mit Eltern oder Oma und Opa, brauchen zwischendurch Abwechslung. Neben kleinen eingerichteten Leseecken bot die ehemalige Turnhalle (jetzt Mehrzweckhalle –MZH) viel Platz für Spiel und Spaß. So übten sich an den aufgestellten Tischtennisplatten die Mädchen und Jungen mit Mutti oder Papa, während auch verschiedene andere aufgebaute Stationen ein reges Betätigungsfeld boten, an denen neben der Bewegung auch alle Sinne gefordert wurden. So musste beispielsweise in einer Runde von jeweils einem Mitspieler erraten werden, welcher Begriff auf seinem Stirnband stand. In einem anderen Beispiel ging es darum, ein Buch in Augenschein zu nehmen, das nach einem ablenkenden anderen Spiel beschrieben werden sollte usw.

Auch der Samstagnachmittag und der Abend boten ein unterhaltsames und aktives Programm. So war die bekannte Märchenerzählerin und Musikerin Linda Trillhaase, seit 2010 freischaffend, in Westenfeld zu Gast. Sie erzählte u.a. mit viel Charme und Witz das irische Märchen „Fingerhut“ und ludt zum Mitspielen und Mitsingen sein. Im Anschluss daran konnten die Kinder bei der Kreativwerkstatt Talent und Fertigkeit beweisen. Schließlich gab am Abend „Irish Folk“ mit Linda Trillhaase bei irischen Insel-Feeling. So gebührt den Landfrauen des Vereins, zu dem auch Männer wie Bernd Otto und Klaus-Dieter Zehner gehören, für ein vollauf gelungenes Wochenende ein großes Dankeschön.

Dass im Vorfeld der Veranstaltungen die Sorgenfalten bei den Organisatoren groß waren, lag vor allem daran, dass es Probleme gab, die MZH warm zu kriegen, sagte Klaus-Dieter Zehner. Hilferufe wurden in der Stadt zumindest soweit erhört, dass Elektriker Bernd Lockner eine erste Reparatur an den Nachtspeicheröfen vornehmen konnte, da acht von 16 Öfen defekt gewesen seien, so Zehner. Hier hoffe man auf eine umfangreiche Hilfe, um die begonnenen Aktivitäten weiter fortführen zu können. Seit Juni 2019 kann zum Beispiel jeden Freitag von 18.00 bis 20.00 Uhr Tischtennis gespielt werden. Die Bücherei wird von Monika Peter verwaltet und wird jeden Dienstag von 15.00 bis 17.00 Uhr geöffnet sein. Dazu wird das Lesecafé alle vier Wochen am Sonntag geöffnet, bei dem Steffi und Klaus-Dieter Zehner die Bedienung übernehmen werden. Natürlich ist dann auch die Bibliothek offen. Das alles rege genutzt wird, das wünschen sich die Landfrauen von Westenfeld.

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