Sommerfest war Besuchermagnet
Wenn die „Gemeinde der Steinsburgfreunde“ zu ihren Veranstaltungen einlädt, dann sind die Besucher bei freiem Eintritt stets willkommen und gern gesehen.
Römhild-Waldhaus – Ganz gleich, ob man den Blick vom Waldhausparkplatz auf das Steinsburgmuseum richtet oder von dort auf die Steinsburg mit ihrem Kelten-Oppidum blickt, immer wieder fasziniert die malerische Kulisse. Doch das ist nicht das Einzige, was das Sommerfest der Steinsburgfreunde so anziehend macht und am vergangenen Freitag sogar zu einem Besucherrekord von mehr als 150 Sommerfestbesuchern führte. Es ist das musikalische Angebot, gepaart mit Gaumenfreuden und dem Zusammentreffen mit Freunden und Bekannten aus der ganzen Region. Es sind vor allem die vielen persönlichen Gespräche, die in fröhlicher Runde geführt wurden und dabei an vergangene Zusammenkünfte erinnerten oder aber aktuelle Themen den nötigen Gesprächsstoff lieferten. Es war einfach ein „Fest zum Wohlfühlen“, wie es ein Besucher formulierte.
Nach einer kurzen Begrüßung durch den Vereinsvorsitzenden Johannes Bäumert eröffneten die „Grabfelder Frauenstimmen“ mit Chorleiterin Doris Hochstrate ein bunt gemischtes Programm mit Heimat- und Volksliedern und Schlagern. Dazu gehörten die beiden Lieder des Heimatdichters Richard Weingarten, das Waldhauslied „Zwischen Bergen tief versteckt…hab ich, Waldhaus, dich entdeckt“ und das Steinsburglied „Hoch auf die Steinsburg lasst uns ziehn..“ Mit diesen Liedern möchte der Chor, wie Doris Hochstrate erklärte, seine Heimatverbundenheit ausdrücken. Aber auch das schöne italienische Volkslied „Tiritomba“ oder Schlager wie „Marmor, Stein und Eisen bricht…“ von Drafi Deutscher hatte der Chor in seinem Programm.
Für die weitere musikalische Unterhaltung sorgte dann die Band „Roundup Gang“ mit Lucienne Maschotta (Gethles), Georg Klopf (Milz) und Michael Neubert (Bad Rodach). Sie unternahmen eine Zeitreise mit fast vergessenen wunderschönen Melodien in einer Mischung von Country, Rockabilli und Ostrock, wie sich Lucienne Maschotta ausdrückte. In Englisch gesungen, gab es ab und an zu den Liedern kleine textliche Erläuterungen. Dabei habe „Rockabilly“ seinen Ursprung im Rock’n Roll, erklärte Georg Klopf die Stilrichtung, die Mitte der 1950er Jahre in den amerikanischen Südstaaten entstanden sei. Die Musik drücke in ihren Liedern Liebe, Leidenschaft und Lebensfreude bzw. ein Lebensgefühl aus.
Sommerfest als Halbzeitpause
Da es natürlich beim Sommerfest auch um Gaumenfreuden und Genüssliches ging, dankte Johannes Bäumert vor allem allen Helfern für die Vorbereitung und Durchführung, den Männern am Rost oder Alfred Brauner am Getränkestand. Insbesondere aber auch den Frauen, der „Seele des Sommerfestes“, die vom beliebten Fettbrot bis zu Kaffee und Kuchen viel Leckeres anzubieten hatten.
Das Sommerfest sei gewissermaßen die Halbzeit in der Arbeit der Steinsburgfreunde, erklärte der Vorsitzende. Rückblickend nannte er im Gespräch u.a. die Mitgliederversammlung mit Vorstandswahl, Arbeitseinsätze an der Steinsburg (Delfinbrunnen) und im ehemaligen Römhilder Steinbruchgebiet, die Frühjahrswanderung auf dem Harald Gerlach-Weg, an dessen Gestaltung die Steinsburgfreunde maßgeblich beteiligt waren oder die Sonnenwendwanderung. Ebenso vielseitig werde es nach dem Sommerfest weitergehen, meinte Bäumert. Da findet am 23. August die Sommerexkursion zum Keltendorf Sünna statt, auch wird es die Herbsttagung mit Mathias Seidel zu aktuellen Ausgrabungen gebe sowie einen Arbeitseinsatz im Gleichberggebiet, bevor das Jahresende winkt.
Auf die Sommerexkursion am 23.8.2026 ins Keltendorf Sünna (nahe dem Dorf Sünna) und zum Öchsenberg (627 m), der nördlichsten Erhebung der Rhön, einer typischen Basaltkuppe der Rhön, wies noch einmal Vorstandsmitglied und Gleichberg-Podcaster Benjamin Will hin. Die Dorfanlage Sünna ist eine Nachbildung eines keltischen Dorfes, in dem es auch eine interessante Führung geben wird. Vorgesehen ist auch für alle, die es möchten, eine Wanderung (ca. 1,2 km) auf den Öchsenberg mit seinem Keltenkreuz. Ebenso wie auf der Steinsburg, erinnern auf dem Öchsenberg die teils erhaltenen Wallanlagen mit dem Oppidum an einem keltischen Siedlungsort. Natürlich ist auch die Versorgung gesichert.