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Erstellt von Kurt Lautensack | | Mendhausen

Hochstimmung beim Dreißigjährigen der Elfen

Mit echtem Elfenpower unter dem Motto „Ja es ist wahr, wir Elfen werden 30 Jahr“ leitete der Mendhäuser Karnevalsverein „Die Elfen“ traditionsgemäß das närrische Treiben im Grabfeld ein.

Mendhausen – Das der Karneval in der Region Römhild eine feste Institution ist, beweisen schon alleine die fünf Karnevalsvereine der Stadt rund um die Gleichberge mit ihren knapp 6400 Einwohnern. Das Erstaunliche daran ist, dass die fünf Vereine zwischen zwei und fünf Büttenabende in der Saison anbieten, zusammen insgesamt 15. Das bietet keine andere Region in dieser Größe. Der MKV ist dabei mit seinen 30 Jahren der zweitjüngste Verein der Stadt Römhild. Die Besonderheit: Das Bühnenbild wird nicht von Männern, sondern von den ELFEN beherrscht, wobei sie natürlich der männlichen Unterstützung sicher sein können. 

  Kein Wunder bei diesem Elfenaufgebot, das am Samstag (10.01.) den stimmungsgeladenen voll besetzten Saal betrat, um die Bühnenshow zu eröffnen. Drei Elfen-Generationen mit insgesamt 28 Elfen wurden unter den Klängen des Narrhalla-Marsches vom Publikum bejubelt, wobei einige der 1. und 2. Generation nicht dabei sein konnten. Eröffnet und moderiert wurde die Jubiläumsshow durch Peter Haueisen und seiner bezauberten Tochter Giulia, die das begeisterte Publikum immer wieder mitrissen. Sie boten ihrem närrischen Volk einen tollen Mix aus Gardetanz, Show und Büttenreden über fünf Stunden an, musikalisch angefeuert durch die Nachtfalken, die mit dem Publikum mitgingen und umgekehrt.  

Generationenshow und Elektrisierendes

  Mit einem temporeichen Gardetanz eröffnete die Elfengarde den Tanzreigen, dem später die Kindergarde und die Hupfdohlen folgen sollten. Alle drei trainierte Ramona Kreußler, unterstützt von Laura Erkenbrecher und Sina Westhäuser. Erstaunlich ist, dass ein Ort mit 260 Einwohnern überhaupt ein solches Programm, einschließlich Küche und Saalbedienung, auf die Beine stellen kann. Das wurde mehrfach auch von den Büttenrednern betont. Das ist eben der berühmte Elfenpower. Den zelebrierten sie über drei Generationen hinweg mit ihren Showeinlagen und –ballett. Da die 1. Generation nicht mehr gar so gelenkig ist, erinnerten sie sich an ihren Babysitter-Auftritt von 1999, während die Elfen der 2. Generation ein wenig „körperbetont“ nachhalfen und sie ihre aktuellen Elfen an ihre frühere Fitness erinnerten. Ob 1, 2 oder 3, das Publikum rief nach Zugaben. 

  Für Höhepunkte im Showtanz sorgten das Ballett aus dem benachbarten Irmelshausen und das Showballett der Elfen, Seit vielen Jahren ist das Irmelshäuser Ballett nicht mehr wegzudenken. Geradezu „Elektrisierend“ im wahrsten Sinne des Wortes war das Ballett „Danceparty“, da knisterte es sogar im Publikum. Die Trainerinnen waren zugleich die Mittänzerinnen. Für das Showballett Bollywood der Elfen hatten Kathlen Friesecke und Nina Semm die choreografischen Einfälle. Auch bei den Elfen sorgte das Männerballett mit „Dirty Dancing“ und das Jungsballett mit „Apreski“ für Stimmung.  

Von Doktorspielen, Unterhosen und einem kanadischen Traum 

  Arztzimmer scheinen sich zur Karnevalszeit besonders zu füllen. Davon konnte in der Bütt Bene Weyhals „Dr. Karneval“ berichten. Was er in seiner Sprechstunde so erlebt, von kleinen Wehwehchen über Zahnprothesen und Gebrechen bis zur Atemnot nach Saus und Braus, gab er zum Besten. Für Pfarrer i. R. Thomas Perlick erfüllte sich der Traum von einer Reise nach Kanada. Warum sein Sohn und Tochter Margarete immer wieder für ihn in die Presche springen mussten, ob beim Check in oder bei der Reise, davon berichtete er und Giulia Haueisen (in Vertretung der verhinderten Margarete) und Thomas Perlick. Und Thomas kommt gerne zu den Elfen, „weil‘s einfach schön ist bei euch“.  Für den aus gesundheitlichen Gründen verhinderten „Bums“ (Uwe Peter), dem beste Genesungswünsche geschickt wurden, trat Peter Haueisen als „12. Elfe“ in die Presche.

  Für Zwerchfellhüpfen sorgten schließlich zwei echte Karnevalisten, Babo (Sebastian Schmitt) aus Behrungen mit seinen beiden Krankenschwestern Elisa Bergnerund Lena Friedrich sowie Eddi (Helmut Ettlinger) aus Reurieth. Chefarzt Babo wünschte zunächst allen Gesundheit aber auch viel Glück, denn auf der Titanic seien auch alle gesund gewesen. Dann sprach er mit seinen beiden Krankenschwestern aus dem Nähkästchen der Klinikgeschichten. Da blieb kein Auge trocken, wenn er seine „vegane Spritze“ aufzog. Das war bei Eddi nicht anders, wenn er von seinen Ratschlägen seiner Mutter berichtete, die ihm stets ans Herz legte: „Zieh immer einen frischen Schlüpfer an, du weißt nie, wie es mal kommt“. Wer Eddi kennt, der weiß wie seine Pointen dazu sitzen, wenn es ins Krankenhaus geht oder die Freundin kommt. Dazu gab’s allerhand aus seiner Jugendzeit, als man noch zur Telefonzelle laufen musste. Und sein Markenzeichen: Freier Vortrag! Und was zum Elfenjubiläum nicht tänzerisch oder mit Worten ausgedrückt wurde, übernahmen Peter Haueisen und die Nachtfalken mit dem Lied “Ein Hoch auf die Elfen“. 

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