Großer Bahnhof am künftigen Feuerwehrgerätehaus
Zum künftigen neuen Standort der Wache 4 (Gleichamberg/Gleicherwiesen) der FFw der Stadt Römhild gehört natürlich auch ein neues Einsatzfahrzeug. Am Pfingstsamstag kam es angerollt.
Gleichamberg – Für die Kameradinnen und Kameraden der Freiwilligen Feuerwehren der Stadt Römhild hätte es für die Übergabe und Segnung des neuen Löschfahrzeuges LF 16/12 für die Wache 4 keinen besseren Tag geben können. Denn der 23. Mai 2026 wurde anlässlich 77 Jahre Grundgesetz vom Bundespräsidenten zum ersten deutschlandweiten „Ehrentag“ unter dem Motto: „Für dich, Für uns, Für alle“ erklärt, der vor allem dem Engagement der ehrenamtlich Tätigen gewidmet ist und für die Feuerwehrleute voll zutrifft. Dazu gehören natürlich die vielen Menschen, die in zahllosen Aktionen in Vereinen, Organisationen, Unternehmen und Kommunen in den Orten mitmachen, auch die Feuerwehrleute, sowohl in den aktiven Wehren, als auch in den Feuerwehrvereinen.
Dank den Ehrenamtlichen
So nahmen auch Römhilds Bürgermeister Heiko Bartholomäus, Stadtbrandmeister Stefan Laube und der Wehrführer der Wache 4, Enrico Florschütz, dieses besondere Ereignis der Fahrzeugweihe zum Anlass, allen in der Feuerwehr engagierten Erwachsenen, Jugendlichen und Kindern zu danken. Seine Kameradinnen und Kameraden würden „mit Energie und Tatendrang, mit Herz, Kopf und Verstand“ eine gute Arbeit auf freiwilliger Basis leisten, so Stefan Laube. Das müsse auch in das Bewusstsein der Menschen vordringen, denn jeder könne aus verschiedenen Gründen auf ihre Hilfe angewiesen sein. Als oberster Dienstherr weiß auch der Bürgermeister „die Zuverlässigkeit und Einsatzbereitschaft“ seiner Feuerwehrleute zu schätzen, die „365 Tage 24 Stunden an sieben Tagen der Woche“ zum Schutz ihrer Bürger bereit seien. Dazu gehöre eben auch „eine zuverlässige Technik, die einem möglichen Einsatz gerecht wird“. Das sah auch Wehrführer Enrico Florschütz so, der mit der Stärkung des Standortes Gleichamberg „Verlässlichkeit und Sicherheit“ in der Region verband. „Für ihre Zeit, ihre Bereitschaft und ihren Einsatz“ verdienten seine Mitstreiter Respekt und Anerkennung. Er dankte auch den ortsansässigen Firmen, die die Feuerwehr stets unterstützen, wenn es nötig sei.
Fahrzeugsegnung und Indienststellung
Doch bevor es zur Segenshandlung für das neue „Gebrauchs-Ersatzfahrzeug“ und zur Würdigung der Arbeit der Feuerwehrleute überhaupt kam, warteten natürlich Feuerwehrleute, auch aus der Nachbargemeinde Straufhain, sowie viele interessierte Einwohner gespannt auf die Ankunft des Löschfahrzeuges, das mit Martinshorn und Wasserstrahl begrüßt wurde. Wehrführer Enrico Florschütz und Hauptfeuerwehrmann Patrick Schmidt holten das Fahrzeug direkt bei der Firma „Feuerwehrlenz“ in Schleusingen ab, die das LF 16/12 vollkommen neu aufbauten und nach den Bedürfnissen und Notwendigkeiten der FFw Wache 4 mit Geräten und Ausrüstung bestückte. Damit erklärt sich auch der Begrifft „Gebrauchs-Ersatzfahrzeug“, den Heiko Bartholomäus bei seiner Begrüßung verwandte. Der Unterschied gegenüber eines völlig neuen Fahrzeug liegt auch im Preis begründet. Der komplette Neuaufbau, von der Bereifung, über das gesamte technische Inventar bis zur ausfahrbaren Teleskopbeleuchtung, erinnert nichts an den einstigen Grundaufbau von 2004.
Für Pastorin Christine Buchholz war es eine große Freude, dass von der Feuerwehr und der Stadt „Wert auf ein geistliches Wort gelegt und das Fahrzeug unter den Schutz und den Segen Gottes gestellt wird“. Dazu wählte die Pastorin ein Bibelwort aus dem Galaterbrief, wo es heißt: „Einer trage des anderen Last…“, das dazu auffordert, seine Nächstenliebe umzusetzen. So stelle sich die Frage, so Buchholz, wie kann ich mich in die Gesellschaft einbringen. Möglichkeiten dafür gebe es genug, in Vereinen, auch in der Kirchgemeinde, wobei manchmal schon Gespräche helfen können. Die Feuerwehr sei ein besonderes Beispiel dafür, „sich für Leben und Gut“ einzusetzen. So möge auch „Gott seine schützende Hand“ über das Fahrzeug und seinen Menschen halten, dass sie wohlbehalten aus ihren Einsätzen zurückkehren.
Wie weiter mit der Wache 4 und dem künftigen Feuerwehrgerätehaus in Gleichamberg
Neben dem Hauptstandort Römhild (Wache 1) sei der Standort Gleichamberg mit der FFw Gleichamberg/Gleicherwiesen (Wache 4) ein wichtiger Standort, erklärte der Bürgermeister. Dabei sei die Entscheidung über die Anschaffung eines neuen LF und der Aus- und Umbau der einstigen Autowerkstatt Schneider im Stadtrat sehr kritisch und manchmal kontrovers diskutiert worden. Das habe eine Lösung nicht einfach gemacht. Doch stets sei der Blick auf eine gut funktionierende, einsatzbereite und verlässliche FFw gerichtet gewesen, wobei auch immer die Anfahrtswege zu den Einsatzorten im Auge behalten wurden. Deshalb dankte Bartholomäus und Stadtbrandmeister Laube dem Stadtrat, die Entscheidung für Gleichamberg geschlossen mitgetragen zu haben.
Wie geht es weiter. Die nächsten Schritte werden bereits vollzogen. Am neuen Standort wurden zunächst zwei Container aufgestellt, die einen Umzug der Feuerwehrleute (Ausrüstung, Kleidung usw.) vom alten Standort am Dorfplatz ermöglichen. Für das neue Fahrzeug würde weder die Garage noch der Platz davor ausreichen bzw. gar nicht den Erfordernissen entsprechen. Nach den erforderlichen Umbaumaßnahmen in der Halle, werde Platz für Fahrzeuge der FFw geschaffen (das Neue bleibt bereits dort) und auch der Bauhof wird schließlich dort einziehen. In der ehemaligen Wohnetage könnte die Jugendfeuerwehr ihren Platz finden. Noch in diesem Jahr werde mit dem Rohbau des Sozialtraktes für die Feuerwehr begonnen, der sich an die Halle anschließen soll.
Für die Kinder waren natürlich neben einer Hüpfburg die ausgestellte Fahrzeugarmada und eine Fahrt mit dem neuen Löschfahrzeug interessant, während sich die Erwachsenen mehr den technischen Details zuwandten. Bei Bratwurst, Steaks und Getränken sowie vielen persönlichen Gesprächen fand dieser Vormittag ein gelungenes Ende.