Das Zauberdorf Schloss Glücksburg
Am Wochenende (28./29.03.26) verwandelte sich das Gelände von Schloss Glücksburg in ein phantastisches Zauberdorf und die Glücksburg selbst in eine Zauberschule.
Römhild – Was eignet sich besser als die historische Schlosskulisse der Glücksburg, wenn mystische Gestalten den Weg kreuzen, Kinderaugen magisch angezogen werden, Hexen, Zauberer und Drachen gemeinsam mit den kleinen und großen Besuchern in die Welt des Harry Potters eintauchen. Das fantastische Zauberdorf machte zum zweiten Mal Station in Römhild und ließ die Zeit für Augenblicke aus unserer aktuellen Welt fallen. Dass der Samstag sich dabei von seiner ungemütlichsten Seite zeigte, schreckte manche Besucher wohl etwas ab, doch richtige Fans ließen sich nicht abhalten. Eine Händlerin meinte, das Wetter ist ja frustrierend, doch am Sonntag wurden zumindest die Zauberdörfler außerhalb der dicken Mauern entschädigt.
Schon wenn man sich dem magischen Ort nähert, ist ein ohrenbetäubendes Knattern zu hören, das aus dem Schlossgarten kommt. Ist es etwa Rubeus Hagrid, der Wildhüter der Harry-Potter-Welt auf seinem fliegenden Motorrad? Auf dem Motorrad sitzt Berend Leferink aus Schwandorf, der sich an den Wochenenden dieser Zauberwelt verschrieben hat. Und die Harry Potter und andere Fans durften einsteigen in das mittelalterliche Gefährt und eine Runde mitdrehen, so wie Floki aus Bockstadt. „Wir waren voriges Jahr schon in Veilsdorf, aber hier ist es auch richtig schön für die Kinder“, meinte Papa Paul, „die Umgebung passt prima dazu“. Gleich nebenan lud ein historisches Karussell zu einer Runde ein.
Im Reich der Drachen und Mythen
Der Schlossgarten glich einem einzig großen Zeltlager mit seinen vielen Ständen und Möglichkeiten, sich selbst zu betätigen. Bastelarbeiten lockten Luise, Linda und Hilda mit ihren Muttis Charlotte und Bianca aus Eisfeld an. Wo die Drachenfiguren direkt aus dem 3D-Drucker kamen, durfte sich Luise aus Eisfeld über ihren ausgesuchten Drachen freuen. Auch mit wenigen Haaren am Hinterkopf lässt es sich gut frisieren, so wie nebenan, wenn sie nur lang genug sind. Und bei den Temperaturen am Samstag, da kommt ein wärmend kleines Feuer gerade recht. Das fanden auch die vier Mädels aus Eisfeld, die es sich gerade schmecken ließen. Auf den Weg in den Schlosshof lockte die Drachenerzählerin Dragonlady Razshara in ihr kleines Zelt. Sie hatte eine ganzen Rucksack voller Drachenmärchen mitgebracht, denen die Kinder lauschen durften, so wie Leo und Wieland aus Bad Salzungen. Bei ihr konnte auch ein „Drachenreiter-Führerschein“ gemacht werden. Als Markthilfe erstmals dabei ist Sirke Schaper aus München.
Auf Schatzsuche im Schlossgarten
Für Live-Musik im Schlosshof sorgten „Kiss Reloaded“, während im Atelier und darüber Zaubershow und Zauberschule lockten. Im Atelier empfing Schulleiterin Sasa ihre Besucher. Ihr sprechender Hut weiß alles und schickte Kinder und Erwachsene auf das Zauberdorfgelände zu einer magischen Schatzsuche. An verschiedenen Ständen auf dem Gelände waren Rätselkarten verteilt mit Fragen. Die jeweilige Lösung musste in ein Feld der mitgegebenen Karte eingetragen und damit das Passwort herausgefunden werden. Mit diesem Passwort ging es dann zurück ins Atelier zum Porträt der „fetten Dame“, um sich seinen Schatz abzuholen. Ebenfalls porträtieren (fotografieren) lassen konnten sich Groß und Klein, wie eine junge Frau aus Sonneberg, die mit ihren Freunden gekommen war. Vielleicht hängt ihr Porträt dann irgendwann zu Hause an der Wand.
Hexerei und Zauberschule in den Schlossgemäuern
Ebenfalls im Atelier, wo es am Samstag wesentlich angenehmer war, war ein Schminkteam am Werk, das fantastische Gesichter kreierte. Dabei konnten die Kinder aus einer Vielzahl von Gesichtsvorlagen auswählen, je nach Geldbeutel. Selbst tätig sein, experimentieren, basteln oder malen war natürlich ebenfalls gewollt. Spaß daran hatten z. B. Klara und Anna aus Belrieth, die mit Oma Monika gekommen waren und Figuren die richtige Farbe gaben. „Ich habe auch noch eine Oma, die ist Künstlerin und kann gut malen“, meinte Klara.
Im Obergeschoss des Ateliers war das magische Labor der „Zeitenwandlerin Silvana“ und der Zauberin von Prof. Varisha. Neben der magischen Tierkunde wurde ein kleiner Ausflug in die fantastische Welt der Kräuter und Steine unternommen. Da gab es sogar Lügensteine und so hieße es: „Wer kann gut lügen?“. Doch ein Lügendetektor fand die Wahrheit schnell heraus. Auch hier gab es einiges zum Ausprobieren. Ida und ihre Mutti Nadja vom Auengrund fanden alte Steinspiele interessant. Sie finden alles sehr schön und abwechslungsreich und waren voriges Jahr auch schon in Veilsdorf auf Entdeckungsreise im Zauberdorf. Vieles andere gab es an beiden Tagen für die kleinen und großen Besucher noch zu erleben in einer völlig verwandelten Glücksburg.