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Erstellt von Kurt Lautensack | | Milz

Theaterverein „Storchenbühne“ hat sich gegründet

Zukünftig möchte auch Milz im Reigen der Theatervereine und-gruppen in unserem Landkreis mitmischen. Die Bedingungen dafür sind im Milzer Kulturhaus auf jeden Fall gegeben.

Milz – Wenn der Storch über Milz kreist, dann gibt es Nachwuchs im malerisch gelegenen Dorf im Milzgrund. Und das bezieht sich nicht nur auf den Einwohnernachwuchs, sondern auch darauf, wenn es gilt, das ohnehin aktive dörfliche Leben mit neuen Ideen und Aktivitäten aufzuwerten. Dazu gehört auch, das Traditionen und Brauchtum in Milz hochgehalten werden, sei es an bestehenden festzuhalten (Kirmes, Karneval, Chor usw.), sich an frühere zu erinnern oder Neues zur Tradition werden zu lassen. Dazu gehört auch das großartige Heimat- und Trachtenfest von 2024, das der ebenfalls erst vor vier Jahren gegründete Heimatverein neu aufblühen ließ. 

     Das Trachtenfest vom vorigen Jahr war auch der Ausgangspunkt für den inzwischen neu gegründeten Verein „Storchenbühne“ Milz, den Freies Wort kürzlich bei einer Probe besuchte. Das Trachtenfest sollte vielfältig sein, erinnerten sich die damaligen Akteure, die auch die heutigen sind, an die Vorbereitung des Festes und daran, dass schon sehr viel früher Theater gespielt wurde. Warum es also zum Heimat- und Trachtenfest nicht wiederbeleben.  Dabei sei Rotraut Peter der „Türöffner“ für die Theatergruppe gewesen, wie es Liesa Meininger formulierte. Sie habe damals überlegt, wer eine „gewisse Bühnenerfahrung“ (Karneval, Kirmes, Musik) habe und es sich auch zutraute, vor ein Publikum aufzutreten. Aus ihrer Überlegung heraus und nach Tipps von Einwohnern seien sie von Rotraut angesprochen worden und sagten zu. Damals wie heute gehören dazu: Christin Büsch, Silke Frank, Conny Lautensack, Liesa Meininger, Sybille Reß, Betty Reuter, Annette Tandel, Udo Eppler, Rico Frank, Silvio Supp und Michael Thoms. 

Feuer schon beim Trachtenfest entfacht

     Die erste Aufführung während des Trachtenfestes kam beim Publikum sehr gut an, was die frisch zusammengefundene Truppe mit Freude feststellte. Doch viele Einwohner von Milz waren natürlich in irgendeiner Form in das Trachtenfest eingebunden, so dass sie das Stück gar nicht sehen konnten. Deshalb wurde das Stück „Zwei ausgekochte Schlawiner“ im November noch zwei Mal erfolgreich aufgeführt. Schon damals sei man mit dem Gedanken auseinandergegangen, daraus könnte doch etwas Dauerhaftes werden, meinte Conny Lautensack. Natürlich hatte man Kontakt zu anderen Gruppen aufgenommen, informierte sich z. B. bei den „Lampenfiebärn“ von Bedheim, besuchte ihre Aufführungen in Roth und war kürzlich erst in Westhausen und in Großeibstadt bei Veranstaltungen zu Besuch. 

     „Der Gedanke ließ unsere Theatergruppe nicht mehr los und so saßen wir an einem schönen Tag im April auf der Terrasse bei Betty Reuter und entfachten das innere Feuer“, erklärte Rico Frank. „Es gab Überlegungen, ob wir uns einen bestehenden Verein anschließen oder selbst einen gründen“, meinten einige Mitglieder. Sie entschieden sich für Letzteres. Zwar gibt es im Ort schon mehr als eine Hand voll Vereine, die sich aber gegenseitig keineswegs die „Butter vom Brot nehmen“, sondern eher das vielfältige Leben auf ihre Weise durch unterschiedliche Tätigkeitsfelder bereichern. 

     So kam es am 7. Mai 2025 mit den oben genannten Personen zur Gründung des Theatervereins „Storchenbühne“. Da die Milzer ohnehin im Volksmund die „Milzer Stürch“ sind, behielt man den Namen aus dem Vorjahr auch bei. Zum 1. Vorstand wurde Rico Frank gewählt, Silvio Supp als 2. Mann an der Spitze, Udo Eppler wird als Kassenwart fungieren und Schriftführerin ist Conny Lautensack. Notariell sei ebenfalls schon alles erledigt, so dass nur noch die Bestätigung als gemeinnütziger Verein und damit als eingetragener Verein (e.V.) aussteht. Die 11 Mitglieder würden sich natürlich sehr freuen, wenn weitere Leute dem Verein beitreten und stärken würden. Dass es eine dufte Truppe ist, die sich untereinander versteht, war bei der Probe spürbar. 

     Wie schon angedeutet, die ersten (Lese)Proben (zweimal in der Woche) zum neuen Stück „Besuch ist wie Fisch“, fanden schon statt, versuchsweise auch mit Bühnenbild, dass allerdings nicht bleiben konnte, denn vor den Theaterterminen März/April 2026 gibt es natürlich noch den Karneval. Der Kartenvorverkauf für die Komödie „Besuch ist wie Fisch“ findet allerdings noch vor Weihnachten statt. Der genaue Termin wird vom Verein rechtzeitig bekanntgegeben. Ein solcher Theaterbesuch würde sich doch als Weihnachtsgeschenk anbieten, wo es doch oft um die Frage geht, was schenke nur? Das Stück, bei dem es u.a. auch um Urlausbekanntschaften geht, verspricht „Lach dich gesund“. „Aus meiner Sicht kann ich versprechen, es wird sehr lustig und interessant“, meinte Udo Eppler, dem das Theaterspielen ebenso Spaß macht wie seine Mitwirkung beim Karneval.   

Mitglieder der Storchenbühne: Udo Eppler, Christin Büsch, Rico Frank, Silvio Supp, Silke Frank, Liesa Meininger, Betty Reuter, Michael Thoms. Vorn: Conny Lautensack, Sybille Reß, Annette Tandel.

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