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Erstellt von Kurt Lautensack | | Römhild

Höhepunkt des Pferdesportjahres in Römhild

Auf einer bestens präparierte Reitanlage des RFV Römhild/Grabfeld e.V. hieß es drei Tage lang für die Springreiter vom Richterturm „Der Start ist frei“ für Sprünge über Ricks und Oxer.

Römhild – Im Rahmen des traditionellen Springturniers, das der Reit- und Fahrverein Römhild/Grabfeld bereits seit 2008 durchführt, waren am vergangenen Wochenende auch der Arwit Piehler JugendCup und ein WBA-Turnier eingebunden. Der Arwit Piehler-Cup ist eine Prüfungsserie aus einer kombinierten Dressur- und Springprüfung der Klasse A für junge, ambitionierte Reiter und bietet ihnen eine Plattform, um ihr Erlerntes zu zeigen. Es bietet jungen Reiterinnen und Reitern eine Plattform, um ihr Können mit Gleichgesinnten zu messen. Das WBO-Turnier ( gemäß Wettbewerbsordnung) ist ein breitensportlicher Wettkampf im Reitsport, der besonders für Reiterinnen und Reiter der Klasse A (Anfänger) gedacht ist und gewissermaßen den Einstiegsbereich in spätere Leistungsprüfungsspringen bildet.

   Beim diesjährigen Springturnier standen Springprüfungen in den Klassen A (Anfänger) bis Klasse M (mittelschwer) mit unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden auf dem Programm. Entsprechende Abstufungen werden mit Sternchen bezeichnet und die unterschiedlichen Höhe kennzeichnen wie beispielsweise Klasse A* (90 cm) und A** (100 cm), L (115 cm) und M* (120 cm). So konnten die Besucher der Reitanlage am Großen Gleichberg bei wunderbarem Wetter an allen drei Tagen einen echten sportlichen Höhepunkt in der zu Ende gehenden Freiluftsaison genießen. Die Grüße des Landrates Sven Gregor, verbunden mit einer Zuwendung für das Turnier von 150 Euro, überbrachte der ehrenamtliche Beigeordnete David Wiedemann. 

  Zu den einzelnen Springprüfungen wurden die Besucher vom Moderator und Stadionsprecher Peter Freitag hervorragend informiert. Mit seinen gut verständlichen Erläuterungen zum Parcours, zu Pferd und Reiter, kam er bei den Zuschauern sehr sympathisch rüber. Auch fand er passende und einfühlsame Worte für einen weniger erfolgreichen Ritt durch den Parcours. Lobende Worte fand er vor allem auch für die Parcourschefs-Designer Peter Mächold und Thomas Erstling und dem gesamten Helferteam, wobei er die Zuschauer über deren verantwortungsvolle Aufgabe bei der Aufstellung eines Parcours informierte. Da müssen die Reihenfolge der Hindernisse genau geplant, die Distanzen zwischen den Sprüngen und Höhen genau vermessen werden. 

  Ein interessanter Wettbewerb war bei den Springprüfungen z. B. der Stilspring-Wettbewerb mit erlaubter Zeit. Dabei stand mit 80 cm keinesfalls die Hindernishöhe im Vordergrund, sondern junge Reiterinnen und Reiter, die noch am Anfang stehen. Richter Wolfgang Lehnert, selbst einmal Springreiter, gab allen 16 Reitern eine Einschätzung ihres Ritts mit auf den Weg. Dabei ging es Sitzhaltung, Körperlinien, Zügelhaltung, Tempo, Rhythmus usw. da hört man Worte wie schöner Rhythmus, zu dicht am Sprung, gutes Grundtempo, geschmeidig, flüssig, frei oder Steigbügel etwas kürzer halten, zu lange Wege. Doch immer waren es einfühlsame und aufbauende Worte, die dem Reiternachwuchs galt. Sein Fazit aber bei diesem Wettbewerb: „Ich bin begeistert und erfreut über die jungen Leute, was sie hier zeigen. Das zeugt von einer guten Ausbildung“. Über diese Anerkennung werden sich auch die Vereinstrainer sicherlich freuen.

  Bedauerlich für den Veranstalter und daher weniger begeistert war man über den Umstand, dass die angekündigte Pferdetrainerin Lisa Eckstein mit ihrem Mustang ihre Pferdeshow am Sonntag  nach Stunden des Wartens absagen musste. Schuld sei eine schwerwiegende Autopanne auf der Fahrt von Hof nach Römhild gewesen, musste Peter Freitag dem Publikum mitteilen. Doch die Show viel nicht ganz aus, denn Trainerin Judith Gundelwein sprang mit ihren beiden Pferden in die Presche, unterstützt von zwei weiteren Reiterinnen des RFV Römhild. Sie zeigte, wie sie ohne jegliches Zaumzeug und ohne Sattel mit den Pferden arbeitete. Beeindruckend dabei, wie sie den Worten und Gesten von Judith Gundelwein gehorsam folgten, was von großem Verständnis zwischen Pferd und Reiterin zeugt. Bei einem jungen noch unerfahrenen Pferd konnten die Besucher miterleben, allerdings nicht ganz ohne Leine, wie zusehends eine Vertrautheit aufgebaut wurde und das Pferd lernt, mit seiner Umwelt (großer roter Ball) zurechtzukommen. 

   Was den gesamten Verlauf der Turniertage betraf, so zeigte sich das  Richterteam mit Annett Oschmann-Kohl, Wilfried Licht, Wolfgang Lehnert, Christina Bleckmann und Nadine Karel sehr zufrieden. „Die Organisation des Turniers mit allen was dazugehört ist tipptopp, eine sehr saubere Anlage, die Bedingungen sind optimal, alles ok“, so Annett Oschmann-Kohl. Besucher und Reiterteams aus Thüringen und Bayern wurden an allen Tagen bestens versorgt. Was die Teilnehmer aus unserem Landkreis betraf, so hatten sich Reiterinnen und Reiter aus den RFV/RV Römhild, Buchenhof, Kloster Veßra und Schleusingen in die Starterlisten eingetragen. Unter den thüringischen und bayerischen Vereinen waren u.a. stark vertreten die RSG Thür. Burgenland Mühlberg, die RSG Frankenhof Sonnefeld und die Reitclubs Eltmann und Küps.   

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