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Erstellt von Kurt Lautensack | | Römhild

Herzog Bernhard trifft Genuss – einfach zum Genießen

Unter diesem Motto stand das diesjährige Schulfest der Herzog Bernhard-Regelschule Römhild, tatkräftig unterstützt durch den Förderverein der Schule.

Römhild – Wer sich schon immer einmal in der Römhilder Schule umschauen und sich über das Schulleben informieren wollte, der hatte am vergangenen Samstag reichlich Gelegenheit dazu. Denn Schüler*innen, Lehrerteam und Angestellte hielten in Zusammenarbeit mit dem Schulförderverein, der die Förderung der Lehrtätigkeit und des Schullebens unterstützt, viele Aktivitäten und Höhepunkte zum Anschauen, Mitmachen und Genießen bereit.  Mit dem Motto „Herzog Bernhard trifft Genuss“ wurde der berühmte Nagel auf den Kopf getroffen, denn die Koch-Show, die im Zelt auf dem Schulhof stattfand, war natürlich ein besonderes Highlight. 

  Kurz vor 11.00 Uhr herrschte im Zelt schon geschäftiges aufgeregtes Treiben bei den vier Teams an den Kochständen. Steffen Würstl (Marmor-Center Römhild), Mitglied des Fördervereins (er war am Samstag beruflich verhindert), hatte für die Einrichtung der vier Kochstellen gesorgt, unterstützt von einem tüchtigen Helferteam. Pünktlich um 11.00 Uhr eröffneten Schulleiter Ralf Schellenberger und die Vorsitzende des Fördervereins und ehemalige Lehrerin Marina Richter, den Kochwettbewerb, der unter dem genannten Motto zum dritten Mal stattfand. Wie Ralf Schellenberger der Schulchronik entnahm, fanden die ersten beiden im Frühling 2022 und im Herbst 2023 statt. Während Backöfen und Kochplatten auf Temperatur gebracht wurden und die Küchenmesser schon auf die Schneidbretter niedersausten, stellte Marina Richter die vier Teams vor. 

Die Genuss-Teams

  Da war das Team Bürgermeister mit Heiko Bartholomäus, seiner Frau Mirella und Sohn Robert, das Elternteam mit Jan Wiegler (Milz), Katrin Müller (Hibu) und Christin Otto (Westenfeld), das Schülerteam, angeführt von Robert Graf, mit Jasmin Diesel, Maja Göpfert, Mary-Joly Struck und Mark Peter sowie das Team der Lehrer mit Beatrice Wehr, Selina Scholz, Kai Storch, Georg Schneidmadel und Patrick Schrepfer. Damit alle ihr Menü zusammenstellen konnten, habe jedes Team zur Vorbereitung 150 Euro vom Förderverein erhalten, um die nötigen Materialien einkaufen zu können, so Richter. Das Bürgermeisterteam schröpfte die Familienkasse, wie Heiko Bartholomäus erklärte, und verzichtete auf die Zuwendung durch den Förderverein. Dem Siegerteam winkten 150 Euro und für alle stand ein kleines Geschenk bereit. Der Startschuss war damit gegeben. 

  Während die Teams aus ihrem Menü an der Vorspeise arbeiteten, stellte Marina Richter die „hochkarätige Jury“ den Besuchern und Gästen vor. Zur Jury gehörten Daniela Linß, Grundschulreferentin beim Schulamt Südthüringen, Karin Blau von der Firma Eliog Römhild, Ulla Reißig als ehemalige Schülerin, Mark-Andrè Möhring, Filialleiter der Sparkasse in Römhild und Falk Großer, Küchenmeister und Ausbilder im BCS Zella-Mehlis. Während jeweils ca. eine Stunde zwischen der Verkostung von Vorspeise, Hauptgang und Nachspeise Zeit blieb, hatten die Gäste reichlich Gelegenheit, sich im Schulhaus umzusehen oder sich zwischendurch an den deftigen Leckereien am Stand der Landmetzgerei Michael & Pfeiffer Römhild zu stärken. 

Einblick in das Schulleben

  So fanden die Führungen durch die Schule halbstündlich statt mit Ausgangspunkt Säulenhalle, so dass eigentlich jeder Besucher*in sich ein Bild von den Räumlichkeiten, Aktivitäten und schulischen Inhalten machen konnte. Im obersten Stock lud Lehrerin Ingrid Peter zum Betrachten der Fotoausstellung und zum Besuch ins Schulmuseum ein, was auch sehr rege genutzt wurde. Eine besondere Gelegenheit bot sich den Interessierten, einen Aufstieg in den Turm zu wagen. War nach den Treppen auch die letzte Leiter erklommen, wurde man mit einem Rundumblick auf Römhild und in die Ferne belohnt. Ein Schminkteam bot im Mathe-Raum Groß und Klein an, sich ein wenig verzaubern zu lassen, während im Musikraum Boomwhackers ausprobiert werden konnten. Boomwhackers sind bunte Klangröhren zum Musizieren und eignen sich zur Grundlagenbildung von Rhythmus, Harmonie und Melodie. „Wenn es knallt und stinkt“ hieß es später im Chemieraum. Für Sport und Spiel stand für alle die Turnhalle offen, wo sich Kinder und Jugendlich beim Tischtennis testen konnten, Zielsicherheit üben, sich im Hockey ausprobieren oder sich einfach in Bewegung bringen konnte. 

Hobby-Sterneköche und gute Stimmung 

  Währenddessen ging es natürlich im Zelt allmählich zum Endspurt in der Menüverkostung über. Dazu sei gesagt, dass nach jeder Verkostung durch die Jury (4 mal 3 Proben), von der Vor- bis zur Nachspeise, die Besucher die Gelegenheit nutzen durften und auch sollten, alles selbst zu probieren. Das taten sie auch mit Genuss und fanden alle dafür treffliche Worte wie „sehr lecker“, „köstlich“, „feiner Geschmack“, „sehr delikat“ oder „sieht sehr appetitlich aus“. Das dürfte allen Beteiligten gefallen haben. Um die Schwere der Aufgaben war die Jury wohl nicht zu beneiden, denn hin und wieder war zu hören „Ich möchte jetzt keine Jury sein“. Sie hatte es wahrlich nicht leicht bei der vielschichtigen, ja internationalen Speisekarte, von Deutschland über Kroatien und Japan bis England. Aber trotz allen Eifer, herrschte eine gute Stimmung, blickte man in freudige freudige Gesichter und der Spaß an der Sache war stets gegenwärtig. So sollte es ja auch sein. 

Die Speisekarten lasen sich mit ihren tollen Beschreibungen der einzelnen Gerichte wie in einem 4-Sterne-Restaurant, die hier selbst in Kurzform nur beispielhaft ausgeführt werden können. Des Elternteam machte eine „Reise durch den Herbstgarten“ (Medaillon-Duo auf Herbstgemüse & Maronensoße), das Lehrerteam war ganz auf englische Küche eingestellt (freshly battered fish & chips, Beef Wellington), das Bürgermeisterteam führte seine Gäste in die kroatische Küche (Istrische Nudeln mit Trüffeln) und das Schülerteam begeisterte mit „innovativen Geschmack“ aus Japan (Yum Yum Salat mit Hähnchennudel). Nach intensiver Auswertung hieß der Gesamtsieger „Team Bürgermeister“ und die beste Hauptspeise ging an das Schülerteam. Ein großes „Danke“ hatten sich schließlich alle verdient, denn am Ende waren alle Töpfe und Teller leer. 

   Das Interesse galt am Samstag natürlich auch dem Ehemaligentreffen von Schülern und Lehrern. Zu den mehr als 60 „eingeschriebenen Teilnehmern“, so Listenführerin Bärbel Freund (ehemalige Lehrerin), seien wohl noch einige mehr dazugekommen. Schließlich wurde Heidi Baron als älteste Lehrerin begrüßt und geehrt, während Helga Bischoff und Ottfried Bauersachs als älteste Schülerin bzw. Schüler am Treffen teilnahmen. Damit fand ein wiederum gelungenes Schulfest zufriedenen Akteure und Besucher. 

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