Fünf Vereine – geballte karnevalistische Kraft in der Gleichberg-Stadt
Blasmusikklänge und Helau-Rufe hallten durch Römhild und flimmernde Leuchtstäbe prägten die abendliche Atmosphäre, als sich der karnevalistische Zug durch die Stadt in Richtung RKG-Vereinsheim bewegte.
Römhild – Es war ein sehr stimmungsvolles Bild, als dann das närrische Volk mit Standarte, Gardemädchen der Vereine, Elferräter und weiterem Gefolge auf und vor der Bühne sich den Karnevalshungrigen aus Römhild und Umgebung präsentierten. Denn es ist seit dem Zusammenschluss der Gemeinden rund um die Gleichberge zur Einheitsgemeinde „Stadt Römhild“ 2013 zu einer schönen Tradition geworden, das die fünf Karnevalsvereine aus Römhild, Mendhausen, Milz, Gleichamberg und Haina die 5. Jahreszeit gemeinsam eröffnen. Dabei hieß es vor allem für die Gleichebarcher und Heener Karnevalisten Hebel umlegen von K auf K, von Kirmes auf Karneval, denn die Kirmes war in den letzten beiden Wochenenden gerade erst zu Ende gegangen.
So konnten RKG-Präsident Lukas Möhring und Sitzungspräsident Martin Bartholomäus das Stimmungsparameter gleich im oberen Level halten und viele Gäste zur Eröffnung begrüßen. Denn was gibt es Schöneres für einen Sitzungspräsidenten als eine gut gelaunte Narrenschar auf die kommende Saison einzuschwören. Damit war auch der Zeitpunkt gekommen, das Prinzenpaar-Geheimnis zu lüften, wenn das Paar nicht schon während des Umzuges im Auto erkannt wurde. Das diesjährige Prinzenpaar, das für die gemeinsame Region steht, wurde von Martin Bartholomäus vorgestellt. Es seine Hoheit Prinz Laurenz I. (Laurenz Schöppach) und Prinzessin Lena I. (Lena Hölzer). Für beide, meinten sie, sei nun ein Kindergartentraum in Erfüllung gegangen, einmal als Prinzenpaar auf der Bühne zu stehen. Lena ist übrigens schon viele Jahre im Verein der RKG und trainiert die Große Garde. Neu im Amt des Zeremonienmeisters ist ab dieser Saison Louis Heusinger.
Karnevalmottos lassen Gedanken freien Lauf
Das Zepter wurde vom Prinzenpaar des Vorjahres, Thomas Möhring und Johanna Neubert übergeben. Sie wünschten dem Paar viel Spaß und Durchhaltevermögen. Doch regieren ohne Schlüsselgewalt geht natürlich nicht. So musste Römhilds Bürgermeister Heiko Bartholomäus natürlich seinen Rathausschlüssel für einige Wochen an das Prinzenpaar abgeben, das stellvertretend für alle fünf Karnevalsvereine. Er tue das gerne, meinte er, weil er in dieser Symbolik der Schlüsselübergabe auch die fünf Vereine er Stadt vereint sieht. Der Sitzungspräsident ergänzte, indem er allen Vereinen seinen Dank dafür aussprach, dass sie das ganze Jahr über intensiv arbeiten und eine gute Nachwuchsförderung leisten würden.
Das war zugleich das Stichwort für die Vereinspräsidenten und ihrer Vertreter, ihre Mottos und Termine bekanntzugeben. Das diesjährige Motto der Römhilder Karnevalsgemeinschaft, das bereits in die Bühnendekoration eingebunden ist lautet: „Musical und Maskenball, so feiern wir den Karneval“. „Ganz so hochdeutsch geht es bei uns net zu“, so der Präsident des Heener Karnevalsverein, Michael Eppler. Hier heißt es: „Vo Gruss bis Klee, vo Kind bis Greis, mir feiern Karneval auf unner Weis“. In der Kürze liegt die Würze sagten sich die Präsidenten des Milzer Carnevalvereins, Michael Thoms und des Gleichamberger Karnevalvereins Patrick Schmidt. In Milz heißt es: „‘S gett drüm rüm“. Um was es dabei „drüm rüm gett“, dass erfährt das närrische Publikum bei ihren Büttenabenden. Die Gleichamberger meinen: „S‘ is wie’s is“, frei nach dem Lied „Man muss das Leben nehmen, wie das Leben eben ist“. Schließlich verkündete Sophie Amberg von den Mendhäuser „Elfen“, bei uns heißt es: „Ja es ist wahr, wir Elfen werden 30 Jahr“. Aus diesem Grund steigt auch die „Gala der Grabfeldvereine“ (Vereine der Stadt Römhild und der Gemeinde Grabfeld) am kommenden Samstag, 22. November, im Kulturhaus in Mendhausen. Nicht zu vergessen, der Präsident des Behrunger Carnevalvereins, Sebastian „Babo“ Schmitt, der auf seiner eigenen humorvollen Art zu „Barnge- Helau“ einlud.
Schließlich waren es Lukas Möhring und Martin Bartholomäus, die zum zweiten Teil der Auftaktveranstaltung überleiteten. Bei bester Versorgung der Gäste durch RKG-Mitglieder übernahm die Band „intact“ das musikalische Zepter bis Mitternacht. Fazit: Ein rundum sehr gelungener Auftakt im Südthüringer Grabfeld, das seine Botschaft in die Welt hinausposaunte.