Erfolgreiche Kaninchen- und Geflügelschau
In Simmershausen trafen sich am vergangenen Wochenende (1.11.25) Rassekaninchen- und Geflügelzüchter zur 16. Gleichbergschau, um gemeinsam ihre Zuchterfolge zu präsentieren.
Simmershausen – Zwei Tage lang hatten Züchterinnen und Züchter, Einwohner und Gäste aus der näheren und ferneren Umgebung Gelegenheit, auf dem Vereinsgelände des Rassekaninchenzucht-Vereins T 445 Simmershausen die ausgestellten Tiere zu bewundern. Als Gäste konnte Vereinsvorsitzender René Zeitz zur Ausstellungseröffnung Vizelandrat Dirk Linder, Römhilds Bürgermeister Heiko Bartholomäus, Maria Struck, Wahlkreismitarbeiterin von Tilo Kummer (MDL, BSW) sowie die beiden Kreisverbandsvorsitzenden Jenny Hofmann (Rassekaninchen) und Dominik Falk (Rassegeflügel) begrüßen.
„Durch diverse Krankheiten, die immer wieder auftreten und den Kleintierzüchtern zusetzen, ist es jedes Jahr erneut spannend, ob und in welchem Umfang eine Veranstaltung dieser Art durchgeführt werden kann“, sagte René Zeitz während der Eröffnung der Gleichbergschau. Umso mehr freue es den Verein, auch in diesem Jahr wieder 194 Kaninchen und 50 Geflügel (Enten, Hühner, Zwerghühner und Tauben) in den verschiedensten Rassen und Farbenschlägen (12/7) von insgesamt 41 Züchterinnen und Züchtern (25/16) zeigen zu können. Bei der gegenwärtigen Situation, die entsprechenden Räumlichkeiten zu finden, darf der Verein mit Recht stolz auf sein eigenes Gebäude sein,
René Zeitz sprach auch die Tierbewertung kurz an. Denn der grundsätzliche Zweck der Tierbewertung sei keineswegs nur die Vergabe von Pokalen, obwohl das selbstverständlich dazugehöre, sondern „die Zuchtwertprüfung nach landwirtschaftlichen Aspekten“. Sie würde sowohl den Pflegezustand des Tieres als auch den Züchterfleiß widerspiegeln. „Sehr gute Ergebnisse können nur dann erreicht werden“ meinte er, „wenn alle Bewertungskriterien der Zucht vom Züchter schon in der Vorbereitung auf eine Ausstellung, d.h. durchgängig während der Aufzucht, geprüft werden“. Das sei zeitaufwendig und verlange tägliches Engagement im Hobby. Deshalb sei er stolz auf die Ergebnisse, die von den Züchterinnen und Züchtern bei der Gleichbergschau erreicht wurden.
Zuchtschau – Höhepunkt für Fachpublikum und Besucher
Vor diesem Hintergrund gilt es natürlich, den Preisrichtern Peter Wörtmann (Obmann), Elmar Paschek, Friedrich Kühhorn, Herbert Zitzmann und Peter Falk aus dem benachbarten Franken danke zu sagen. Sie haben tags zuvor bei der Bewertung der Tiere eine verantwortungsvolle und intensive Arbeit geleistet, denn jedes Tier, ob Rassekaninchen oder Rassegeflügel, muss im wahrsten Sinne des Wortes durch die Hände der Zuchtrichter gehen.
Bei dieser Anzahl von durchgeführten Ausstellungen könne der Verein mit Stolz von einer Tradition sprechen, meinte Dirk Lindner. Eine solche Schau stelle bekanntlich den absoluten Höhepunkt eines Zuchtjahres dar, sowohl für das Fachpublikum als auch für die Besucher und Gäste. „Es gehört viel Fleiß und Ausdauer dazu, ein solches Hobby erfolgreich zu betreiben, manchmal auch ein bisschen Glück“, meinte Lindner mit Blick auf die gegenwärtige Vogelgrippe. Hoffentlich komme sie uns nicht zu nahe. Als Wertschätzung seiner Arbeit überreichte er einen Scheck von 150 Euro. Eine Zuwendung gab es auch von Bürgermeister Heiko Bartholomäus, der es als wichtig ansieht, auch kleinere Vereine am Leben zu erhalten, da sie das öffentliche Leben in den Orten bereichern. „Gerade solche Ausstellungen sind wichtig, um das Interesse an der Kleintierzucht aufrechtzuerhalten“, so Bartholomäus. Vor allem biete eine solche Schau stets eine gute Gelegenheit, Kinder und Jugendliche mit dem Hobby der Kleintierzucht vertraut zu machen bzw. dafür zu interessieren. Zur Unterstützung des Vereins übergab auch Maria Struck im Auftrag von Tilo Kummer eine finanzielle Zuwendung.
Da die Gleichbergschau eine kombinierte Rassekaninchen- und Geflügelschau ist, war auch Dominik Falk gerne nach Simmershausen gekommen. Mit Blick auf die angesprochene Vogelgrippe warnte er Züchterinnen und Züchter davor, sich durch Meldungen in Funk und Fernsehen „nicht verrückt machen zu lassen“. Was den Zeitpunkt der Ausstellung für Geflügel betreffe, so seien die Tiere gegenwärtig reif dafür. Deshalb ging sein Dank an das Landratsamt, dass die Ausstellung in der Henneberg-Halle in Schleusingen stattfinden kann. Kleintierzüchter benötigten die Unterstützung von Politik und öffentlichen Behörden, sollen Zuchttraditionen erhalten bleiben. Wahlkreismitarbeiterin Maria Struck gab er einen Appell an Tilo Kummer mit auf den Weg, dass bezüglich der grassierenden Vogelgrippe eine größere Prävention angebracht wäre.
Vereinsvorsitzender dankte allen Sponsoren, Gönnern und Freunden für ihre Unterstützung, sei es materiell oder finanziell, die damit zum Gelingen einer solchen Schau beizutragen haben. Sein besonderer Dank galt auch den Mitgliedern Anja und Gerhard Brehm, Sarah Zeitz sowie Thomas Preuß und Erich Kupfer mit ihren Teams, die intensiv in die Vorbereitung, Organisation und Durchführung der Vereinsschau eingebunden waren.