Der Große Gleichberg und die „Gleichbarchrotte“ wie eine Einheit
Ende Mai trafen sich die Mitglieder der „Gleichbarchrotte“ zu ihrer Jahresversammlung in der Gaststätte „Maschine“, wie sie im Volksmund heißt, um Bilanz zu ziehen und ihren Aufgabenkomplex zu besprechen.
Gleichamberg – Wenn es um die Bereitschaft einzelner geht, die Gleichbarchrotte bei der Bewahrung der Natur des Großen Gleichberges und bei der Gestaltung von Wanderwegen und Rastplätzen zu unterstützen, dann rennen Jung und Alt bei der Gruppe offene Türen ein. „Wir sind zwar eine nicht allzu große, aber aktive Truppe“, meinte „Rottenführer“ Thomas Franz bei der Begrüßung der Gleichbergfreunde, „darum können wir jeden Mann oder Frau, ob jünger oder älter als Unterstützung für unsere ehrenamtliche Arbeit gebrauchen“. Gefreut hatte sich die Gruppe auch darüber, dass Römhilds Bürgermeister Heiko Bartholomäus die Einladung nach Gleichamberg angenommen hatte.
„Ich bin froh, dass es euch gibt und ihr euch um unsere heimische Natur kümmert. Damit ist unserer Kommune sehr geholfen“, so Bartholomäus während der Diskussion, bei der es um anstehende Aufgaben ging. So gebe es insbesondere auf Römhilder Seite die „Steinsburgfreunde“ und auf Gleichamberger Seite die „Gleichbarchrotte“. Beide verfolgen auf ihre Art das gemeinsame Anliegen, das Gleichberggebiet mit seinen Zwillingsbergen zu pflegen und zu schützen. „Ich bin auch bereit, euch zu unterstützen soweit es geht, beispielsweise mit Material“, so Bartholomäus. Hilfreich sei auch schon mehrmals die Unterstützung durch den Bauhof gewesen, erklärte Thomas Franz. Überhaupt habe sich die Zusammenarbeit mit der Stadt positiv gestaltet, meinte er.
Frevler und Umweltsünder leider keine Seltenheit
Natürlich tragen die Gleichbergfreunde die Hauptlast der eigentlich im ganzen Jahr anfallenden Arbeiten, ausgenommen eine kleine Winterpause, Aber auch da sind sie nicht untätig, wenn es darum geht, neue Schilder zu beschriften oder im Gleichberg-Kurier über positive Dinge, leider aber auch über Taten von Naturfrevlern und Zerstören zu berichten, die mutwillig beschädigen und kaputt machen, was mit viel Fleiß und Aufwand errichtet wurde. So werden Bänke beschädigt, Schilder an den Rundwegen abgeschlagen oder Feuerstellen entgegen den Naturschutzrichtlinien errichtet. Leider wurde auch schon das Hüttenbuch aus der Ziegelberghütte gestohlen (was will jemand damit anfangen) oder Stempel und Stempelkissen entwendet. Dies und vielmehr muss von der Gleichbarchrotte wieder in Ordnung gebracht. An dieser Stelle dankte Thomas Franz auch den beiden Frauen, Katrin Florschütz (beschriftet Schilder) und Kathrin Dauer (Öffentlichkeitsarbeit, Schriftverkehr).
Sponsoren und Unterstützer unverzichtbar
Dabei seien die Frühjahrsmonate besonders arbeitsintensiv. Am Thüringen- und am Rhönblick (Großer Gleichberg) wurde jeweils eine neue Sitzbank aufgestellt. An der Kirschenleite wurde vor einigen Wochen ein komplettes Ensemble mit neuer überdachter Sitzgruppe, eine Schautafel mit Informationen über unsere heimischen Tierarten und eine Wegweiser-Säule mit Hinweisschildern aufgestellt.Das wäre undenkbar gewesen ohne unsere Sponsoren, Albrecht Klopf und Söhne von der Dach-und Holzbau GmbH Römhild, Wolfhard Thomae, Holzwerkstätten Gleichamberg und Tino Köhler-Bau Gleichamberg, die das Ensemble komplett finanziell unterstützen, war sich die Gruppe einig. Bei verschiedenen Einsätzen mit Werkzeug und Material immer helfend dabei sei auch Schreinermeister Torsten Krause, erklärte Franz.
Umfangreiche Arbeiten warten im Laufe des Jahres
Pflegearbeiten seien vor einiger Zeit bereits auch am Denkmal am Großen Gleichberg von den ehrenamtlichen Mitstreitern und Bauhofmitarbeitern vorgenommen worden. Hinzu kommt das zwei- bis dreimalige Ausmähen von Wegen und Plätzen u.v.a.m. Insgesamt betreut, pflegt und kontrolliert die Gleichbarchrotte im Laufe des Jahres den Komplex an der Ziegelberg-Schutzhütte, drei überdachte Sitzgruppen, sechs Schautafeln, 12 Bänke und 30 Wegweiser (Säulen) mit insgesamt 100 Hinweisschildern. Dazu muss eine Wegstrecke von insgesamt 35 km betreut werden. Verständlich, dass im Laufe der Zusammenkunft eine Aufgabenverteilung vorgeschlagen wurde, für die jeweils ein oder zwei Mitglieder verantwortlich zeichnen. Ein Dank für ihre engagierte ehrenamtliche Arbeit galt natürlich allen Mitgliedern der Gruppe und weiteren Helfernbei verschiedenen Einsätzen.
Als besonderes Vorhaben ins Auge gefasst wurde die Errichtung einer Schutzhütte am sogenannten „Frankenblick“. Dazu hat die Gruppe vor einiger Zeit einen Antrag an die Thüringer Ehrenamtsstiftung über das Förderprogramm „Aktiv vor Ort“ gestellt, erklärte Kathrin Dauer. Die „Gleichbarchrotte“ werde auch am 22. August 2026 am „Tag der Vereine“ in Hildburghausen teilnehmen, hieß es in der Zusammenkunft.