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Erstellt von Kurt Lautensack | | Eicha

2. World Cup of Dräch

Drei Tage lang drehte es sich beim TSV 1924 Eicha um sportliche Betätigung, vom Tischtennis-Turnier über den beherrschenden Dart-Wettkampf bis zum Familiensportfest.

Eicha – Natürlich stand am 4. August-Wochenende der „World Cup of Dräch“ im Kulurhaus von Eicha im Vordergrund des Geschehens. Wer jedoch nach Dräch zum Dart-Turnier fahren wollte, wird den Ort vergebens gesucht haben, auch nicht mit Navi. Denn der Name „Dräch“ steht im Volksmund für den Ort Eicha und ist selbst bei den Dorfbewohnern tief verwurzelt. Seine Entstehung geht auf den lokalen Dialekt für das Wort Eiche, gesprochen „Äche“ zurück. Soviel nur für diejenigen, die diesen wunderschönen Fachwerkort einmal kennenlernen möchten. 

     Für die 39, von 40 gemeldeten, teilnehmenden Mannschaften und Gästen war allerdings das Ankommen in Eicha kein Problem. Eine Mannschaft habe leider kurzfristig abgesagt, erklärte Matthias Krämer vom Dartclub „Drächer Bull’s Eicha“, der im Sportverein integriert ist, dessen 1. Vorstand Volker Neundorf ist. Statt den geplanten 40 Mannschaften gingen also 39 Mannschaften an den Start, wobei eine Mannschaft aus zwei Spielern besteht. Auf Grund der acht aufgestellten Dartanlagen wurden sieben Gruppen mit jeweils fünf Mannschaften und eine Gruppe mit vier Mannschaften gebildet, erläuterte Volker Neundorf die Aufteilung. „Um den Wettbewerb eine besondere Note zu verleihen, tritt jede Mannschaft mit den Namen eines Landes auf“, so der Vereinschef. Daher auch die Bezeichnung „World Cup of Dräch“, was für Teilnehmer und Zuschauer das Turnier übersichtlich erscheinen lässt. 

     Zum anderen steckte völkerverbindendes dahinter und auch ein wenig Geografie rund um den Erdball. Denn die Ländernamen reichten von Andorra oder Bahamas über Curacao, Costa Rica, Kamerun, Kanada und Neuseeland bis zu den europäischen Staaten wie Norwegen, Polen, Schweiz, Ukraine oder Vatikan und Wales. Die eigentlichen Teilnehmer kommen z.B. aus Suhl, Sonneberg, Veilsdorf oder Helmershausen, aus Unterfranken wie Hendungen, Königshofen, Wollbach oder Wülfershausen, natürlich auch aus dem eigenen Verein (nicht nur Eicha). Die „Drächer Bull’s“ sind im Punktspielbetrieb in den Ligen Unterfrankens integriert. Gestaffelt nach Regionen gibt es jeweils fünf Ligen. Die erste Mannschaft von Eicha ist gerade in die 3. Liga Nord aufgestiegen und die 2. Mannschaft spielt in der 4. Liga Nord.  

Kenntnisse zum Dart braucht auch der Zuschauer

     Turnierleiter Marco Deckert, 2. Vorstand des Sportvereins, erklärte schließlich den Weg zum Finale. Aus den 39 Mannschaften schieden nach der ersten Runde sieben Mannschaften aus, die übrigen spielten die 16er Runde, dann folgte das Achtelfinale usw.. Angeregt durch die anfangs des Jahres stattgefundene WM, hatte ich mich ein wenig mit dem Dartspiek befasst. So waren mir glücklicherweise Begriffe wie Legs, Set, Double Trouble, Madhouse, Bullseye (genau die Mitte= 50 Punkte) oder Innen- und Außenring nicht ganz unbekannt, so dass auch das Zuschauen Spaß machte. Dabei ist immer wieder erstaunlich wie sicher diese schmale kleine Fläche im Ring anvisiert und getroffen wird. Und wer sich mit dem Spiel nicht auskennt und die Zahlen auf dem Dartboard betrachtet, wird sich fragen, wer hat sich eine solche Reihenfolge ausgedacht. Z.B. die Zahl 1 neben der 20 oder die 17 zwischen 2 und 3 usw.. Doch es habe einen einfachen Grund, weil mit der Zahlenfolge die „Häufigkeit von Glückswürfen“ beschränkt wird und es genaue Treffsicherheit erfordert. 

     Das Dartspiel erfordert aber auch Geduld, eine gewisse Lockerheit im Wurfarm und natürlich Ausdauer bis in die letzte Runde. Nach ca. 8 Stunden konnte der Vereinsvorstand schließlich die Pokalgewinner und Platzierten verkünden. Wer in der Hauptrunde verliert, scheidet nicht ganz aus, sondern spielt in einem kleinen Finale, dem „Lucky-Loser-Turnier“ (Verliererrunde) um den Sieg. Auf der Freifläche neben dem Kulturhaus war der „Soccer Dart“ (auch Fußball-Dart genannt) aufgebaut. Dabei wird der klassische Dart mit dem Fußball verbunden. Hierbei wird mit speziellen Bällen auf eine riesige aufblasbare Dartscheibe geschossen und die Punkte addiert. 

     Bereits am Freitagabend fand ein Tischtennis-Turnier im Vereinsheim statt, wie Volker Neundorf erklärte, an dem in zwei Turnieren sieben Frauen bzw. 10 Männer teilgenommen hatten und um Pokale kämpften. Der Sonntag gehörte schließlich beim Familiensportfest vor allem den Kindern mit Hüpfburg, Eierlauf, Bogenschießen, Balancieren und der großen Dartscheibe. So waren eine Disziplinen durchaus für die Erwachsenen geeignet. Was die Versorgung betrifft, so waren die Drächer an allen drei Tagen mit all ihren Helfern bestens darauf vorbereitet. Und das Fazit der Teilnehmer am Turnier: „Wir kommen wieder“. 

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