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Ortsbeleuchtung

Sehr geehrte Mitbürgerinnen und Mitbürger,

in den vergangenen 2 Wochen kam es in unsere Einheitsgemeinde gleich 2mal zu nächtlichen Gebäudebränden. Am Osterwochenende ereilte es den Ortsteil Milz und in der Nacht vom Mittwoch auf Donnerstag den Ortsteil Westenfeld.

Beide Brände wurden in der Nacht gemeldet und unsere Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr aus den verschiedensten Ortsteilen wurden zum Einsatz alarmiert und sind ausgerückt.

Durch die vorherrschende Dunkelheit und die fehlende Ortsbeleuchtung kam es in beiden Brandfällen zu deutlichen Behinderungen und Beeinträchtigungen unsere Einsatzkräfte.

Bei beiden Brandereignissen wurde mir von den Vor-Ort befindlichen Einsatzleitern und auch vielen Kammeraden deutlich gemacht, dass es gerade am Anfang der Einsätze und beim Anfahren der Einsatzkräfte zu enormen Orientierungsschwierigkeiten am Einsatzort kommt und damit im Zweifelsfall zu deutlichem Zeitverlust beim Retten und Bergen sowie beim Anlauf der Löscharbeiten kommt. Ich habe durch meine Anwesenheit bei den Brandfällen selbst miterlebt, dass diese Situation nach meiner Auffassung unhaltbar ist.

Wir gefährden im Zweifelsfall mit dieser Situation Menschenleben!

Ich habe deshalb mit sofortiger Wirkung angeordnet, dass bis auf weiteres alle Ortsbeleuchtungen in unseren Ortsteilen bei Nacht wieder eingeschaltet werden.

Der Schutz von Menschenleben hat und muss oberste Priorität bei unserem Handeln und unseren Entscheidungen genießen.

 

Heiko Bartholomäus

Bürgermeister

Von der „Öpfelbreiskoor“ und anderen Wegweisern

Erstellt von Kurt Lautensack | |   News | Gleichamberg

Das Gleichberggebiet mit seinen aktiven Erholungsmöglichkeiten den Natur- und Wanderfreunden nahe zu bringen und das Durchwandern zu erleichtern, das ist ein Anliegen des Gleichamberger Thomas Franz und seiner Gleichgesinnten.

Gleichamberg – In der gegenwärtigen Situation lockt es mehr als gewöhnlich, viele Spaziergänger mit oder ohne Familie in die freie Natur. Dabei werden viele Wanderziele und Aussichtspunkte in der engeren Heimat neu entdeckt, die vom Kleinen Thüringer Wald bis ins Heldburger Unterland reichen. Zu jeder Jahreszeit lohnende Ziele bieten die beiden Gleichberge mit ihrem Weitblick ins Thüringische und Fränkische. Da ist es natürlich für Spaziergänger und Wanderer immer sehr hilfreich, wenn unterwegs Hinweisschilder die Richtung anzeigen oder Informationstafeln geografische, geologische oder historische Besonderheiten beleuchten. Vieles davon trägt die „Handschrift“ von Thomas Franz und seiner Gleichbergfreunde.

An seinem eigenen Wanderdomizil im Garten in der Basaltwerkstraße stapeln sich verschiedene beschriftete Tafeln, die inzwischen ihren Platz im Gleichberggebiet fanden. Bei der Beschriftung der Schilder und Rafeln erhält Thomas künstlerische Unterstützung durch Manfred Schenk. Wer vor, während oder nach den Ostertagen den Weg zum Gipfelplateau des Großen Gleichberges einschlug, dem dürften deshalb einige neue Wegweiser oder andere Schrifttafeln aufgefallen sein. Sie verweisen beispielsweise auf einen bestimmten Standort (Mittelstation), auf Nahziele (zum Kuhstall, zum Waldhaus) oder auf andere Besonderheiten (Naturpfad, Denkmal).

Als informativer Wander-Startpunkt empfiehlt sich die Schutz- und Wanderhütte am ehemaligen Basaltwerk am Fuße des Großen Gleichberges oberhalb der „Maschine“ (Gasthaus) in Gleichamberg. Wer sich für den „normalen“ Forst- und Wanderweg bis zum Frankenblick auf dem Bruch-Plateau entscheidet, der wird auf den 2,8 km auf einige besondere Kurven aufmerksam gemacht. Eine erste große Kurve nach dem Tor am Denkmal ist die sogenannte „Öpfelbreiskoor“ (Apfelbreikurve bei 415,18 m), mit der die Gleichamberger eine besondere Geschichte verbinden. Der Große Gleichberg (679 m) ist nicht nur den Einheimischen in den Orten rund um den Berg durch die ehemaligen Gleichamberger und Römhilder Steinbrüche bekannt. Wenn die Männer im Steinbruch gearbeitet haben, dann haben oftmals die Frauen ihnen ihr Mittagessen auf den Berg gebracht. Eines Tages machte sich eine Frau zu Fuß auf den Weg, ihrem Mann das Essen mit leckerem Apfelbrei zu bringen. Just in dieser Kurve muss sie wohl hingefallen sein und der schöne Apfelbrei machte sich auf dem Weg breit. Seit dieser Zeit kennt fast jeder Gleichamberger die „Öpfelbreiskoor“.

Weiter geht es zum Abzweig Mittelstation (489,3 m), die an die Zwischenstation der einstigen Seilbahn erinnert, die vom Steinbruch zum Basaltwerk verlief. Eine Bank lädt zum Verweilen ein. Unweit davon führt der Weg durch eine weitere bekannte Kurve, dem „Eigfallefleck“ (Eingefallenes Fleck) bei Höhe 539,85 m. Der Name dieser Kurve hat in gewissem Maße geologische Ursachen. Das Gleichberggebiet ist reich an Quellen und wasserführenden Schichten. An dieser Stelle (noch heute) tritt oft Wasser aus dem Berg, so dass es dort oftmals zu einem Erdrutsch kam. Begünstigt wurde es wohl auch durch die Steinbrucharbeiten (Erschütterungen durch Sprengung) und durch den Fahrzeugverkehr.

Wer als Radfahrer oder Biker nicht zum Frankenblick abbiegen will, sondern bis zum Gipfelplateau will, der muss nach der „Kotzkoor“ (623,24 m, 145°) nochmals kräftig strampeln, um die letzten 50 Höhenmeter zu überwinden. Von dort oben geht es zum Thüringen- und zum Rhönblick, die ebenfalls ausgeschildert sind. Die exakten Höhenangaben auf den Schildern und Hinweistafeln wurden von Vermessungsingenieur André Schneider aus Gleichamberg ermittelt, der auch bei den Panoramatafeln an den Aussichtspunkten mitgewirkt hatte.

Wie bereits erwähnt, erhält Thomas auch bei verschiedenen Arbeiten (Weg an der Kirscheleite, Kriegerdenkmal, Wegmarkierungen) Unterstützung von Bernd Rilke, Rolf-Günter Thomae, Uwe Graf und Dietmar Frank. Da die Aktivitäten nicht über einen Verein laufen, gibt es natürlich kaum Fördermöglichkeiten, so dass sich Thomas Franz bei seiner ehrenamtlichen Tätigkeit immer wieder materielle Hilfe vom Bauhof der Stadt und von ortansässigen Baufirmen erhofft bzw. auf einzelne Spenden angewiesen ist. Seinen Elan kann es dabei kaum bremsen, denn seit mehr als 20 Jahren widmet er sich intensiv der Kennzeichnung und der Gestaltung von Wanderwegen sowie der Schaffung von Ruhepunkten für Leute, die den Berg erwandern möchten. Dabei ist es ihm wichtig, den Schutzstatus des Gleichberggebietes als ausgewiesenes Landschaftsschutz-, Vogelschutz- und FFH-Gebiet (Flora-Fauna-Habitat) zu bewahren.

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