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Museumsfest mit den Steinsburgfreunden

Erstellt von Kurt Lautensack | | WaldhausRömhildMuseum

Neben einem festlichen Teil gehörten zum Museumsjubiläum natürlich auch informative, kulturell-gesellige und unterhaltsame Programmpunkte im Sattel der Gleichberge.

Römhild-Waldhaus – Im und rund um das Steinsburgmuseums bot das Familienprogramm für jeden Besucher etwas, egal ob Groß und Klein. Dazu trat mit „Janna“ ein Duo aus Ilmenau auf, das weit über Thüringens Grenzen bis zu Auftritten in Regierungskreisen bekannt ist. Bei Museumsfest präsentierten sie sich in zwei Stilrichtungen, nämlich in virtuoser irisch-schottischer Folkmusik am Nachmittag und mit Americana Acoustic Pop am Abend. Bei ihrer Musik der Highlands of Scotland und der Green Hills of Ireland stimmten sie das Publikum auf ihre Lieder mit kleinen Geschichten und Erklärungen ein, sehr passend zum Anlass. Neben ihrer instrumentalen Vielseitigkeit wie Violine, Gitarre, Piano oder Drums begeisterte auch ihr Gesang. Mit dem Duo hatten die Organisatoren der Steinsburgfreunde eine gute Wahl getroffen, auch wenn die Americana Acoustik Pop-Musik nicht jeden ansprach. Dafür ließen sie es schottisch-irisch am späten Abend ausklingen.

Wer sich der Musik entziehen wollte, der konnte sich den Führungen durch das Museum anschließen oder Jürgen Fritzlar folgen, der auf den Spuren der Waldhaussiedlung, bekannt als „Russensiedlung“, wandelte. Diese Villensiedlung „Pierato“ entstand 1911 gegenüber dem Waldhaus, wo die Familie Piere und Erato Mavrogordato ein ca. 4 ha großes Gekände erworben hatte. Pierre Mavrogordato entstammte einem griechischen Adelsgeschlecht mit russischen Wurzeln, was auch den Beinamen der Siedlung erklärt. Es bestand eine enge Freundschaft zu Alfred Götze, der selbst in der Siedlung wohnte. Weitere Ausführungen würden allerdings in diesem Rahmen zu weit führen.

Zurück zum Steinsburgmuseum, wo es, wie bereits im vorhergehenden Beitrag erwähnt, in Wort und Schrift reichlich Informationen zum Bau des Museums sowie zur Ausstellung selbst und seiner Gestaltung usw. gab.

Selbstverständlich wurde auch an die Kinder gedacht, die beispielsweise mit den Museumspädagoginnen und ein wenig archäologischem Geschick so manche Schätze heben konnten. Allein oder mit den Eltern hieß es „Such mich“, was gut angenommen wurde. Hier galt es auf einen Blatt abgebildete Fundstücke in der Ausstellung des Steinsmuseums aufzuspüren und dabei ein Rätsel zu lösen. Mit Eckehard Witter ging es auf Märchen- und Sagen-Entdeckungsreise im Gleichberggebiet, wobei allerdings der „Märchenonkel“ irgendwann abhandengekommen war. Beliebt bei den Kindern war es natürlich, einmal auf den Rücken der Pferde vom Reit- und Fahrverein Römhild/Grabfeld zu sitzen, So war die Familie Gundelwein mit ihren beiden Pferden nachmittags sehr gefragt. Schließlich boten die (Gleichberg)Kelten aus Uslar (südliches Weserbergland, Niedersachsen) Handwerks und Kulturtechniken und keltischen Schmuck an.

Aber auch kulinarisch hatten die Steinsburgfreunde und die BUND-Ortsgruppe beim Museumsfest so manc Leckeres anzubieten. Neben Getränken, Bratwurst, Steaks, Kaffee und selbstgebackenen Kuchen gab es schmackhaftes, goldgelb Knuspriges vom Schwein am Spieß. Für Freunde von Natur- und anderen Produkten hatten die „Heener Stechinsektendompteure“ mit ihren Imkereierzeugnissen gesorgt. Und dann war da noch das Dreigestirn von „Keules Kräuterküche“, die Fettbrote, Käsespezialitäten oder eingelegte Gurken nach eigenen Rezepten anboten, gute Ratschläge gaben, wobei ihnen dabei der Schalk im Nacken saß. Kurzum, es war ein Fest, das auch den Gründervätern des Steinsburgmuseums und den vielen namentlich genannten, die sich um die Steinsburgforschung verdient gemacht haben, sehr gefallen.

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