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Ortsbeleuchtung

Sehr geehrte Mitbürgerinnen und Mitbürger,

in den vergangenen 2 Wochen kam es in unsere Einheitsgemeinde gleich 2mal zu nächtlichen Gebäudebränden. Am Osterwochenende ereilte es den Ortsteil Milz und in der Nacht vom Mittwoch auf Donnerstag den Ortsteil Westenfeld.

Beide Brände wurden in der Nacht gemeldet und unsere Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr aus den verschiedensten Ortsteilen wurden zum Einsatz alarmiert und sind ausgerückt.

Durch die vorherrschende Dunkelheit und die fehlende Ortsbeleuchtung kam es in beiden Brandfällen zu deutlichen Behinderungen und Beeinträchtigungen unsere Einsatzkräfte.

Bei beiden Brandereignissen wurde mir von den Vor-Ort befindlichen Einsatzleitern und auch vielen Kammeraden deutlich gemacht, dass es gerade am Anfang der Einsätze und beim Anfahren der Einsatzkräfte zu enormen Orientierungsschwierigkeiten am Einsatzort kommt und damit im Zweifelsfall zu deutlichem Zeitverlust beim Retten und Bergen sowie beim Anlauf der Löscharbeiten kommt. Ich habe durch meine Anwesenheit bei den Brandfällen selbst miterlebt, dass diese Situation nach meiner Auffassung unhaltbar ist.

Wir gefährden im Zweifelsfall mit dieser Situation Menschenleben!

Ich habe deshalb mit sofortiger Wirkung angeordnet, dass bis auf weiteres alle Ortsbeleuchtungen in unseren Ortsteilen bei Nacht wieder eingeschaltet werden.

Der Schutz von Menschenleben hat und muss oberste Priorität bei unserem Handeln und unseren Entscheidungen genießen.

 

Heiko Bartholomäus

Bürgermeister

MCV: „Keener wääs wie’s ausgeht“

Erstellt von Kurt Lautensack | | Milz

Unter diesem Motto startete der Milzer Karnevalsverein (MCV) am vergangenen Samstag in seine 58. Saison und reihte sich in den Karnevalsmarathon der Grabfeldvereine ein.

Milz – „In Milz, in Milz ist Karneval, Helau so klingt es überall beim Milzer Karneval“, so sangen der Schlagerchor, der Elferrat und alle „Milzer Stürch“, begleitet vom „Duo Extra“, ihr Eröffnungslied. Und da bereits die gute Stimmung im Saal zu spüren war, hielten sich Präsent Steffen Peter und Sitzungspräsident Andreas Peter nicht lange bei der Begrüßung auf. Beide begrüßten ihre Gäste im Saal und verwiesen auf ihr Motto, weil sie nämlich auch nicht sagen konnten, wie der Abend ausgeht. Das geht ihnen mit der Thüringer Landesregierung ebenso wie mit dem Brexit oder den Parteiengerangel in Berlin. Deshalb holte Andreas tief Luft, um wie immer wortgewandt, so wie ihm „der Schnabel gewachsen ist“ und um Versprechern nicht verlegen, durch den Abend zu führte.

Mit Nachwuchspower wirbelten die „Stürchlich“ bei ihrem Showtanz „Lolipop, Lolipop“ und Zungenschnalzen über die Bühne, trainiert und betreut von Katja Rußwurm und Andrea Hölzer. Auch Bütten-Nachwuchs Amelie Schüler reihte sich zum ersten Mal humorvoll ein und ließ ihre Ferienerlebnissen beim Familienurlaub vorüberziehen. Du meine Güte, da wurde erst die Oma vergessen, weil sie noch auf dem Klo saß und beim Auspacken auf dem Zeltplatz in Kroatien habe es ausgesehen wie bei einem Wanderzirkus.

Nicht auf Wanderschaft gingen die „Sänger vom heißen Stein“, sondern servierten als Koryphäen am Kochtopf internationale Gerichte. Dabei garantierten sie, das Haar in der Suppe zu finden, den Brei zu verderben und ihren Senf dazuzugeben. Dabei brachten sie mit ihren Liedern nicht nur großartige Stimmung, sondern Klang in den Saal. Da spürte man den Männerchor, den sie alle angehörten. Mit Sven Rußwurm am Klavier und Gerd Schüler als Kopf der Sänger ließen sie ein fast vergessenes Lied wieder aufleben, das Brauhauslied von Milz. Da sang der Saal mit „Ein Brauhaus muss her für Hopfen und Malz…“

Das Hopfen und Malz noch nicht verloren ist, dafür sorgte Pfarrer Thomas Perlick mit Tochter Margarete. So ging er im Dunkeln baden, ließ sich von Margarete tüchtig und heftig auf die Schippe nehmen, riss vorjährige Mauern nieder, um „weichere“ aus Filz in Milz und aus Büchsen in Jüchsen wieder aufzubauen. Denn, „ein Büttenredner ist ein Mann, der auch mal Schräges sagen kann“. Das dachte sich auch Sieghard Schippel in seiner zweigeteilten Bütt und einem Auftritt nach 13 Jahren. Dabei stand er den Großen in den Karnevalshochburgen und Fernsehkomikern nicht nach und haute mit seinem großen Hammer kräftig zu. Er griff einfach alles auf, was sich gegenwärtig so in Deutschland abspielt, weil sich Deutschland allmählich selbst abschafft. Dabei stellte er einen Rettungskatalog auf, um die Welt zu retten, bevor D. zum Subunternehmer Allahs wird.

Klaus Friedrich und Elferrat „Schloti“ Thomas König, beide gebürtig aus Sachsen, hatten Freigang aus dem Römhilder Knast. Wie es zur Verhaftung in Römhild kam, gaben sie zum Besten. Da ging es in Dresden ums Grillen von Wiegler‘s Bratwürste am Grünen Gewölbe, um Stromausfall und was das mit „Bares für Rares“ zu tun hat. Da hieß es sing mei Sachse sing. Wer ein Handy oder Smartphone hat und nicht ganz zurechtkommt, der wurde vom Geschwisterpaar Julina und Sascha Lautensack bestens informiert. Als Opa und Enkelin konnten sie sich nicht auf die heutigen Begriffe einigen, verwechselten „Apple(r)“ mit „Eppler“ und verständigten sich in der Familie per WhatsApp. Massage der Lachmuskeln inbegriffen. Wie Gott die Welt erschuf und wie der Mann, der Held von einst, als es noch paradiesische Zustände gab, zum Dienstboten der Frau wurde, davon wusste Eddi aus Reurieth „ein Liedchen zu singen“.

Dazwischen natürlich Garde- und Showtanz als Augenweide. Vergnüglich anzusehen der Gardemarsch der Juniorengarde, trainiert von Silvana Krämer und Anna Frank oder die Tanzmariechen Anna Frank & Lina Rußwurm. Ordentlich Luft brauchten die Mädels beim temporeichen Gardemarsch sowie beim Showtanz als Höhepunkt vor dem stimmungsvollen Abschlussbild. Beide Tänze wurden choreografiert und einstudiert von Franziska Eppler, Lisa Jakob und Tina Ullrich. Einen Augenschmaus der Beinkunst bot die Große Garde der seit 30 Jahren befreundeten „Abschter Fosenöchter“ (Aubstadt), ehe dann das Männerballett mit Tarzan und Jane, trainiert von Jenny Fleischmann, den Urwald unsicher machten.

Für kostenloses Anti-Aging sorgte auch Johannes Eppler mit seiner Bütt, die sich mit dem Karnevalsmotto beschäftigte. Seine dazugehörige Umfrage ließ die Gesichtsmuskel anspannen. Gleichzeitig hatte er Vorschläge für ein Motto zum Jubiläum. Und da nicht nur das Wort beherrscht, gab’s mit dem Klavier noch noch ein Liedchen obendrauf. Da fehlte auf der humoristischen Skala nur noch Gotthold & Eustach (Martin Wachenbrönner und Fredi Breunig). Wie Gotthild in Alsleben, wo sie nur zufällig im Wirtshaus waren, plötzlich zum 1. Vorstand der Burschenschaft gewählt wurde, das können eben nur die beiden, die in Milz gar nicht mehr wegzudenken sind.

Keine Karnevalssitzung ohne den Schlagerchor und dem Nachrichtensender „MCV-TV“. Der Schlagerchor möchte, dass im Radio endlich wieder deutsche Schlager gespielt werden und zeigte auch wie es zu machen sei. Wie sie mit bravourösen Ideen eine Spaziergang durch die Schlagerwelt unternahmen und an ca. 20 bekannte Titeln erinnerten, war einfach Spitze. Spitze auch immer wieder der kuriose Nachrichtenrückblick von „MCV-TV“ per Video. Da gebührt natürlich auch der Technik ein großes Lob, aber ebenso dem Versorgungsteam und allen vor oder hinter der Bühne. Da macht es gar nichts, wenn das Urgestein Jörg plötzlich seinen Witz vergessen hat. Johannes Eppler würde sagen „Schwamm drüber“.

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