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Feuerwehrhistorik – ein Spiegelbild der Geschichte der FFw

Erstellt von Kurt Lautensack | | FeuerwehrRömhild

Mitte Oktober trafen sich die Feuerwehrhistoriker Thüringens zu ihrer Herbsttagung in den Räumlichkeiten der „Raiffeisenbank im Grabfeld“ in Römhild

Römhild – In der gegenwärtigen Pandemie-Situation sei es schon eine Herausforderung, so war es von mehreren Feuerwehrkameraden während der Tagung zu hören, einen entsprechenden Termin und Räumlichkeiten zu organisieren, um ein solches Treffen zu ermöglichen. Deshalb ging ein Dank von Kreisbrandmeister Stefan Schlott, der alle Teilnehmer im begrüßte, an die Historiker-Gruppe der FFw Römhild voraus, die in Zusammenarbeit mit der Raiffeisenbank diese Veranstaltung absichern konnte. In Vertretung des Bürgermeisters überbrachte Stadtrat Arno Schmidt die Grüße des Römhilder Stadtrates und würdigte zugleich die Leistungen der Historiker-Gruppe, die „schon immer sehr aktiv gewesen sind“. Dieter Waschek erinnerte an die verstorbenen Kameraden, insbesondere auch an Gerhard Winkel, als Begründer der Römhilder Feuerwehrhistorik.

Stefan Schlott bemerkte in seinen begrüßenden Worten zur Geschichte der Feuerwehr, dass „wir so wie 1812 es auch noch 2025 tun werden, nämlich mit Wasser löschen“. Natürlich habe sich die Technik verändert und andere Löschmittel seien hinzugekommen. Diese Aussage war zugleich ein Stichwort für den Vorsitzenden des Kreisfeuerwehrverbandes Hildburghausen, Norbert Schneider, auf die Notwendigkeit der Geschichtsschreibung der FFw zu verweisen. „Jedes Stückchen ist wertvoll, das den Fundus zur Entwicklung der Feuerwehr bereichert“. Wenn junge Leute aufräumen würden, so Schneider weiter, „dann fliegt alles weg“. Doch gerade die Bewahrung alter Technik sei wichtig, diese müsse man hegen und pflegen und der Nachwelt erhalten. „Und es würde mich sehr freuen, wenn auch jüngere Kameraden den Weg zur Feuerwehrhistorik finden“.

Den Nachwuchs für die Feuerwehrhistorik zu gewinnen war auch wichtiges Thema der Tagung. „Wenn wir uns umschauen“, so Joachim Jaretzki vom Vorstand der Landesarbeitsgemeinschaft (LAG) Feuerwehrhistorik, „dann sind wir alle im gesetzten Alter. Deshalb müssen wir versuchen, auch wenn es schwierig ist, Jüngere für unsere Sache zu gewinnen. Wir müssen die Jugend anregen, sich mit ihrer Feuerwehrgeschichte zu befassen“. und die Jugend anregen, sich in der Jugendfeuerwehr werben“. Ideen seien also gefragt.

Im weiteren Verlauf der Beratung gab es von Dieter Waschek einen kurzen Abriss der Römhilder Feuerwehrgeschichte, die in Auszügen mit Dokumenten und Fotos auch in einer kleinen Ausstellung während der Beratung informierte. Weitere Vorträge hatten die Leistungen des 1. Landes-Branddirektor von Thüringen, Leopold Herold und die Entwicklung der Handdruckspritzen von Christian Friedrich Röber zum Inhalt. Neben den Austausch von Unterlagen und der Übergabe von Schriftenreihen wurde die Frage zur Gründung der Thüringer Feuerwehrhistorik als Verein diskutiert. Und neben vielen persönlichen Gesprächen bot die Römhilder Historikergruppe den Besuch ihrer Ausstellungen an. So befindet sich in einem ehemals landwirtschaftlichen Gebäude, es war der Kuhstall vom Schloss Glücksburg, heute natürlich toll hergerichtet, eine sehenswerte Ausstellung mit den Großgeräten der Feuerwehrgeschichte. Im vorderen Teil des Schlosses der Glücksburg im Bereich des Torbogens, sind in kleineren Räumen Kleingeräte des Löschwesen, Uniformen, Schulterstücke oder Auszeichnungen und anderes mehr zu sehen.

Ehrungen

Die Herbsttagung wurde vom Vorstand der LAG zum Anlass genommen, um im Namen des Thüringer Feuerwehrverbandes e.V. die Historik-Gruppe der FFw Römhild für ihre hervorragenden Leistungen in der Feuerwehr-Historik mit einer Urkunde und einem Erinnerungsteller zu Ehren. Mit jeweils einer Ehrenurkunde der Landesarbeitsgemeinschaft „Feuerwehrhistorik“ wurden die Mitglieder der Gruppe für ihre unermüdliche Arbeit geehrt.

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