Sie befinden sich hier

21.09.2014 17:58

Wichtiger Abschnitt der Kirchensanierung vollendet

Den Tag des offenen Denkmals nahm die Kirchgemeinde Roth zum Anlass, die erfolgreichen Sanierungsarbeiten der Marien-Kirche mit einem festlichen Weihegottesdienst zu feiern.

Von: Kurt Lautensack

Roth – „Wir haben Gottes Wort gehört und gebetet, so sei nun die sanierte Kirche aufs Neue im Dienste Gottes geweiht“, mit diesen Worten von Pastorin Christine Buchholz und einem vorangegangenen Gebet wurde der Festgottesdienst anlässlich der durchgeführten Bauarbeiten an der Kirche eingeleitet. Untermauert wurde dieser besondere Moment durch ein kurzes Läuten einer der vier Glocken im Kirchturm.

Den Abschluss der Bauarbeiten an der Westgiebelseite mit einem solchen feierlichen Gottesdienst zu würdigen, war durchaus berechtigt. Waren es doch äußerst wichtige Gründungsarbeiten am Fundament und am Sockelmauerwerk der Kirche, die tragenden Charakter in mehrfacher Hinsicht haben. Denn sie stehen für das Gotteshaus der Kirchgemeinde als Glaubensgemeinschaft, für die Erhaltung der Kirche „auf einem stabilen, festen Grund“ und für die Zusammenarbeit aller Beteiligten. So konnte Pastorin Buchholz alle Besucher der gut gefüllten Kirche, Vertreter von Baufirmen und Institutionen begrüßen. Unter ihnen Doris Eppler von der Unteren Denkmalschutzbehörde des Landkreises Hildburghausen, Raimar Sakautzky vom gleichnamigen Baugeschäft als Vertreter der Bauleute und den für den gesamten Bauablauf zuständigen Architekten Frank Schneider.

Im Jahre 1250 im romanischen Stil errichtet, habe die Marien-Kirche in Roth viele Veränderungen erlebt, von den baulichen Erweiterungen, über den Einbau der Kanzel oder der Orgel bis zum faszinierenden Taufengel mit seinem beweglichen Arm. Insbesondere aber erinnerte Pastorin Buchholz die Besucher an die Arbeiten in den vergangenen 40 Jahren bis zum jetzigen Zeitpunkt. Das waren unter anderem in den 1980er Jahren die Renovierungs- und Sanierungsarbeiten im Inneren der Kirche, später die Restaurierung der Kanzel, Arbeiten am Turm oder die Erneuerung der Wetterfahne. In den vergangenen zwei Jahren schließlich die eingangs genannten wichtigen Baumaßnahmen. Dabei vergaß sie nicht, auch ihren Vorgängern, besonders Pfarrer Eberhard Altenfelder, für ihr Wirken zu danken.

„Vollendet in der Idee, aber niemals fertig in der Wirklichkeit“, so könne das Vorhandensein (oder die Geschichte) eines solchen Bauwerkes überschrieben werden, das ebenso für ein Haus gelte. Und wer die Pastorin schon mehrmals gehört hat, der weiß, dass sie zu jedem Anlass die richtigen Worte und treffende Vergleiche findet. „Der Grund ist gelegt“, griff die Christine Buchholz einen vielsagenden Ausspruch des Apostel Paulus auf, worauf ein jeder aufbauen könne. Dabei stelle sich gleichzeitig die Frage nach der „eigenen Gründung“, dem Grund für das Leben. Eine Antwort darauf finde man in vier Worten, wie sie einzeln auf den vier Glocken im Kirchturm stehen würden, nämlich „Glauben, Hoffnung, Liebe, Frieden“. Und weiter sagte sie: „Der Grund unseres Glaubens liegt in Jesus Christus“. Und so wie es nach der Errichtung eines Hauses immer etwas zu sanieren, zu verändern oder zu modernisieren gebe, so treffe es eben auch auf ein Kirchengebäude, aber auch auf den Glauben zu, der gelebt und im Gottesdienst ab und zu gefestigt werden müsse. Der Grund ist gelegt.

Während des Festgottesdienstes gab es natürlich aus freudigem Anlass dankende Worte an alle beteiligten Bau-, Tischlerei- oder Elektrofirmen, an Restauratoren, Planern und Architekten. Doch ohne die nötigen finanziellen Mittel der Förderer und Spender wäre eine Sanierung gar nicht möglich und so ging der Dank an die Stadt Römhild und der ehemaligen Einheitsgemeinde Gleichamberg (10000 Euro), an die Städtebauförderung (41600 Euro), deren Mittel über die Stadt beantragt wurden, an die Deutsche Stiftung Denkmalschutz (10000 Euro), an die Landeskirche (30000 Euro) und Baureferentin Karin Schneider, an den Kirchenkreis (10000 Euro), an die Rudolf-Dankwardt-Stiftung (10000) und Rechtsanwalt Keyl sowie an die Kirchgemeinde des kleinen Ortes, die 2000 Euro aufbrachte. Durch weitere Spenden konnte so die Gesamtsumme von rund 114000 Euro aufgebracht werden. In diesem Zusammenhang würdigte sie den unermüdlichen Einsatz des Gemeinde-Kirchenrates und die gute Zusammenarbeit mit Doris Eppler vom Landratsamt.

Den Festgottesdienst zur Einweihung begleitet haben mit ihrem wundervollen Gesang die Gruppe „Quintessence“, eine Bläsergruppe des Jugendorchesters Gleichamberg und die Organistin Anita Hofmann. Im Anschluss an den Gottesdienst waren alle zum Gemeindefest ins Kulturhaus Roth eingeladen, wo es Kaffee und Kuchen gab, Köstlichkeiten vom Grill und außerdem ein Angebot für die Kinder lockte. Dabei bot sich natürlich auch die Gelegenheit zu verschiedenen Themen miteinander ins Gespräch zu kommen und über die Worte in der Kirche nachzudenken.

Kontextspalte

weitere News