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19.06.2017 20:19

Was die Kraft der Gemeinschaft vermag

Ein wahrhaftiges Gemeinschaftswerk der kleinen, aber rührigen Hindfelder Dorfgemeinschaft konnte am Himmelfahrtstag der Öffentlichkeit übergeben werden.

Von: Kurt Lautensack

Hindfeld – Ein echtes Geschenk haben sich die Mitglieder des Heimatvereins Hindfeld mit ihrem Vorsitzenden Hartmut Fuchs und seine tüchtigen Helfer zum Männertag selbst gemacht. Denn unmittelbar am nördlichen Ortsrand, direkt am Radweg, der von Eiche über Hindfeld weiter nach Milz und Römhild führt, haben die Hindfelder eine kleine Oase der Erholung geschaffen. Denn wo im vorigen Herbst noch ein „verwildertes unansehnliches Gebäude mit einem baufälligen Schuppen“ stand, befindet sich jetzt eine mit Blumen und Sträuchern gepflanzte Anlage mit einer sehr schönen überdachten Sitzgruppe.

„Die Anregung dazu“, erklärte Hartmut Fuchs bei der Begrüßung der Einwohner und Gäste, „kam von Vereinsmitglied Renate Thein“. Sie sei es auch gewesen, die motivierte, organisierte und koordinierte, so dass sich Fuchs im Namen aller Hindfelder mit einem Blumenstrauß bedankte, den sie aber gern an alle Unterstützer weitergegeben hätte. Sein Dank galt außerdem allen Helfern, Unternehmen und Einrichtungen, die sich auf vielfältiger Weise an diesem Gemeinschaftswerk beteiligt haben. Auch wenn er bescheiden abwinkte, durfte natürlich die aktive Hilfe und Mitarbeit, ob bei der Planung, Durchführung oder Fertigstellung des Platzes, nicht unerwähnt bleiben. Außerdem habe er alle Arbeitsschritte fotografisch festgehalten und auf einer Tafel noch einmal daran erinnert.

Nach den ersten Aufräumungsarbeiten im November 2016, die dann witterungsbedingt zunächst eingestellt wurden, gingen die Aktivitäten mit geballter Kraft Anfang April dieses Jahres weiter. Das Gelände wurde in vielen freiwilligen Arbeitsstunden beräumt und alte wildwachsende Hecken und Sträucher beseitigt, nach dem Monate zuvor Mitstreiter gewonnen und Absprachen getroffen werden konnten. Denn bei aller Bereitschaft zur Mithilfe ging es nicht ohne Technik und derer, die sie bedienten. So sei die Agrargenossenschaft „Milzgrund eG“ Milz sofort bereit gewesen, die Hindfelder bei den Abbruch- und Abrissarbeiten sowie bei der Entsorgung des Bauschuttes zu unterstützen. Auch habe sie später reichlich Wasser bereitgestellt, das nach der Bepflanzung der Anlage benötigt wurde und von Rainer Roßbach übernommen worden sei, so der Vereinsvorsitzende.

Verschiedene Erdarbeiten sowie alle Pflasterarbeiten wurden von Pommer-Bau, ebenfalls aus dem Nachbarort, durchgeführt. Dazu noch eine kleine finanzielle Unterstützung von 80 Euro. Und die „wunderbare Sitzgruppe mit profimäßiger Überdachung“, erklärte Hartmut Fuchs, sei vom Hindfelder Albrecht Klopf, Chef der Holzwerkstätten Römhild, gesponsert worden. Da trotz materieller Hilfe auch finanzielle Mittel notwendig waren, stellte die Jagdgenossenschaft Hindfeld eine Betrag von 1800 Euro zur Verfügung. Auch ihre Hausbank, die „Raiffeisenbank im Grabfeld eG“, war mit 200 Euro dabei, als es galt, die Vereinsaktivitäten zu unterstützen.

Auch wenn nicht alle Helfer namentlich genannt werden konnten, einige wenige wurden auf der aufgestellten Tafel dann doch mit erwähnt, nämlich Anneliese Rßbach, Dietmar Heß, Bruno Frank, Ronny Sachs und Vanessa Stirtzel. So gab es allen Grund, am Himmelfahrtstag diese „Insel der Ruhe und Erholung“, wie sie genannt wurde, mit einem kleinen Fest einzuweihen. „Auch wenn wir das ganze Jahr über keine Schlagzeilen liefern“, meinte ein Hindfelder, so zeige dieses Beispiel, was „die Gemeinschaft eines kleinen Ortes“ zu leisten vermag. Lob und Anerkennung gab es auch von den „Himmelfahrts-Wanderern“, denen eine Rast willkommen war.  

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