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13.01.2018 22:33

Vom Musical bis zum Böhmischen Traum

Inzwischen zur Tradition geworden ist das Konzert des großen Orchesters des Römhilder Kinder- und Jugend-Musikvereins am ersten Sonntag des neuen Jahres.

Von: Kurt Lautensack

Römhild – Mit der Overtüre zu „White River Canyon“ des zeitgenössischen amerikanischen Komponisten und Arrangeur für Jugendblasorchester, John Higgins, stimmten die Musikerinnen und Musiker unter ihrem Leiter Gerald Wilhelm ihre Besucher auf 70 Minuten bester musikalischer Unterhaltung ein. Dem folgte ein Medley aus dem erfolgreichen Tanzfilm und gleichnamigen Musical „Saturday Night Fever“, das gewissermaßen ein Jubiläumstitel des Vereins ist. Denn das Musical wurde im Mai 1998, dem Gründungsjahr des Musikvereins, in London uraufgeführt. Deshalb werde es von den Jugendlichen auch gerne gespielt, erklärte Vereinsvorsitzende Marina Richter, die auch durch das Programm führte.

Wobei der Begriff Jugendliche für einige Orchestermitglieder nicht mehr ganz zutrifft, weil sie seit der Gründung vom ersten Tag an dabei sind und zum Teil das Jugendalter hinter sich gelassen haben. Von Beginn an dabei, so Richter, seien Tobias Witzmann, Martin Bartholomäus, Caroline Wolfram, Juliane Höring und Susan Licht. Doch sie halten dem Verein die Treue, obwohl sie teilweise woanders wohnen und inzwischen auch in anderen Kapellen mitspielen. So seien nach den Worten von Marina Richter auch Mitglieder von „Tabaro“ aus dem Jugendorchester hervorgegangen, was eigentlich auch vom Musikverein als eine Aufgabe verstanden werde. Susen Will habe inzwischen sogar die Leitung der „Queienberg-Musikanten“ übernommen. Dass es aber immer wieder Nachrücker aus dem mittleren Orchester gebe bestätigten beim Konzert sechs Mädchen und Jungen, die erstmals beim Jahreskonzert den ersten Teil mit bestritten. Soweit einige Bemerkungen von der Vereinsvorsitzenden zum bevorstehenden 20-jährigen Jubiläum, dass bereits intensiv vorbereitet werde.

Zwei weitere Stücke führten die Zuhörer noch einmal in die Welt des Musicals. Dazu gehörte das Lied der Schildkröte aus dem Konzertalbum „Tabaluga oder die Reise zur Vernunft“ von Peter Maffay und Rolf Zuckowski aus dem Jahr 1983. Ein bekanntes Lied daraus ist „Nessaja“, bekannt unter „Ich wollte nie erwachsen sein“, gesungen von Peter Maffay. Übrigens von populären Künstlern auch gekovert, unter anderem von Helene Fischer. Mit „The Lion King-Selection from“, ein Medley aus dem bekannten Musical von Hans Zimmer und Elton John, endete der erste Teil. Damit wurden auch die Nachrücker vorerst verabschiedet.

Mit einem zünftigen Konzertmarsch von Ernst Hoffmann und der Polka „Goldener Oktober“ von Michael Klostermann wurde der zweite Teil eingeleitet und bewiesen dabei auch ihr Können im Bereich der Blasmusik. Nach dem ruhigeren Titel „Blue Night“ ging es dann beim Konzertmarsch „Auf großer Fahrt“. Mit einem Arrangement der Polka „Ein halbes Jahrhundert“ von Franz Watz, unter den Musikern der Region bestens bekannt, da er auch schon mehrfach hier war sowie einem Medley aus „Les Humphries in Conzert“ ging das Konzert zu Ende. Fst. Denn die Zuschauer erklatschten sich eine Zugabe. Und was bei einem solchen Konzert natürlich nicht fehlen darf, das ist der „Böhmische Traum“, die Blasmusikhymne unserer Zeit. Und weil so tüchtig geklatscht wurde, gab’s die „Fuchsgrabenpolka“ noch obendrauf. Nun dürfen Musikinteressierte auf die Veranstaltungen im Jubiläumsjahr gespannt sein. 

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