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08.02.2019 14:15

Vereine wollen kommunale Gebäude übernehmen

Kulturhäuser, Dorfgemeinschaftshäuser oder Mehrzweckgebäude werden in den Ortsteilen der Stadt Römhild in der Regel von Vereinen bewirtschaftet. Bei einigen Ortsteilen war bisher die vertragliche Nutzung noch nicht geregelt.

Von: Kurt Lautensack

Ehemalige Schule mit Turnhalle in Westenfeld

Ehemalige Schule mit Turnhalle in Westenfeld

Kulturhaus in Roth

Kulturhaus in Roth

Römhild – Dabei geht es um das Kulturhaus in Roth und um das Gebäude der ehemaligen Grundschule mit Turnhalle in Westenfeld. Beide Gebäude sollen nach  dem Willen der Einwohner in den Orten erhalten werden, um sie weiterhin für die Öffentlichkeit zu nutzen. Während es in den meisten Ortsteilen der Stadt Römhild Vereinbarungen zwischen der Stadt und den jeweiligen Vereinen zur Nutzung der kommunalen Gebäude gab, war es bei Westenfeld und Roth bisher nicht geklärt. So gibt es beispielsweise Nutzungsvereinbarungen zwischen Vereinen und den vorhandenen Kulturhäusern in Eicha, Haina, Milz und Mendhausen oder den Dorfgemeinschaftshäusern in Bedheim, Gleicherwiesen, Simmershausen und Zeilfeld, während in Roth und Westenfeld eine Regelung noch offen stand.

„Im Zuge der Gleichbehandlung sollen natürlich auch die beiden Orte die Gebäude für die Öffentlichkeit nutzen können“, so Köhler in der Stadtratssitzung vom Januar 2019. Deshalb seien die Vorbereitungen so weit gediegen, dass mit dem neu gegründeten Heimatverein Roth und dem Verein der „Landfrauen Westenfeld“ Nutzungsverträge mit entsprechenden Nutzungskonzepten  unterzeichnet werden können. Während es in Westenfeld Bemühungen zur Übernahme der ehemaligen Grundschule mit Turnhalle in die Trägerschaft eines Vereins schon längere Zeit gab, war es in Roth im wahrsten Sinne nicht nur „Fünf vor Zwölf“, sondern schon „um Zwölf“, bevor die Einwohner noch die Reißleine ziehen konnten. Zu verdanken hätten sie es dem Stadtrat Wolfgang Sontag aus Bedheim, äußerten Brita Sommer und Thomas Kühner im Gespräch, der sie auf die Situation aufmerksam gemacht habe. Denn der Verkauf des Kulturhauses sei schon im Gange gewesen, doch der Stadtrat und der potentielle Käufer hatten ein Einsehen, so dass auch in Roth mit dem Heimatverein der Nutzungsvertrag unterzeichnet werden könnte.

Allerdings drücken die Mitglieder des Heimatvereins noch einige bestehende Mängel, die doch offensichtlich seien und sie deshalb bei der Unterschrift zum Nutzungsvertrag noch zögern lassen. Denn sie möchten gerne ein intaktes Gebäude übernehmen, so wie es auch in den übrigen Ortsteilen der Fall war. Deshalb hatten sie den Vorsitzenden des Bauausschusses, Stadtrat Uwe Bartholomäus angerufen, mit der Bitte, dass der Bauausschuss zusammen mit dem Verein noch eine Besichtigung des Kulturhauses vornimmt. Diese Bitte des Vereins trug Uwe Bartholomäus dem Stadtrat vor. Bürgermeister Köhler sah darin kein Problem und beauftragte den Bauausschuss, einen Vor-Ort-Termin mit dem Heimatverein zu vereinbaren. 

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