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17.07.2014 10:54

Treffsicher ins Kill

Freude, Spaß und Begeisterung war den Kindern, Jugendlichen, Frauen und Männern beim 4. Mitsommer-Turnier der Bogenschützen in Gleicherwiesen anzusehen.

Von: Kurt Lautensack

Gleicherwiesen – Als Platzwart Manfred Tomandl vom „Bogensport Gleicherwiesen“ das Turnier am Samstagvormittag (05.07.) gegen 09.30 Uhr eröffnete, hatten sich 138 Bogensportler aller Altersklassen und Geschlecht in die Starterliste eingetragen. Sein Willkommensgruß galt allen Teilnehmern und Gästen, die bundesweit zum Turnier angereist waren. Am stärksten vertreten waren verständlicherweise die Bogensportler aus Bayern (Co, NES, SW, LIF, HAS, KC, KG, BA, ERH, MSP), aus Hessen (FD, HR, MTK, MKK) und Thüringen (HBN, SM, SON, IK, SLF, GTH, SHL), wie die Autokennzeichen verrieten. Nachdem der organisatorische Ablauf und die Ausgangspositionen der einzelnen Gruppen geklärt waren, wurden die Ausgangsziele bei idealen Witterungsbedingungen angelaufen.

Insgesamt bestand der Parcours aus 28 3D-Zielen, d.h. aus Tieren, die in Art und Größe mit lebenden Tieren vergleichbar sind. Dabei reicht die Auswahl an Tieren vom Erdmännchen und Hase über Fuchs, Reh, Ratte oder Bussard u.a. bis zu den größeren Tieren wie Wildschwein, Wolf oder Bär. Die Ziele standen in unbekannten Entfernungen zwischen 20 und 50 Metern und mussten vom Bogenschützen selbst eingeschätzt werden. Zum Einsatz kamen in den verschiedenen Altersklassen Primitiv-, Blank- und Langbogen, außerdem der Jagdbogen Recurve und der Compound-Bogen. Auch das unterschiedliche Gelände, bergan, bergab, freie Sicht oder leicht versteckt, musste während der acht Kilometer langen Doppelschleife gemeistert werden. Dazu brauchten die Bogensportler immerhin fünf bis fünfeinhalb Stunden. Mit einem Böllerschuss, der an allen Stationen zu hören war, begann punkt 10.00 Uhr der Wettbewerb. Ein solcher Umlauf erfordert natürlich auch vom Veranstalter eine gute Vorbereitung und eine entsprechende logistische Leistung, um die 138 Teilnehmer an den verschiedenen Ausgangszielen von 1-28 zu positionieren.

Der Sport mit Pfeil und Bogen, darüber waren sich viele Teilnehmer einig, sei auch eine schöne Sportart für die Familie, ob Kind oder Eltern. Hinzu komme der Aufenthalt in der Natur und natürlich eine gewisse körperliche Leistung (Laufen, körperliche Kraftanspannung beim Schießen, Ausdauer, Konzentration). Die Anzahl der Schüler (20) und Jugendlichen (12), dazu oftmals Vater oder Mutter, waren der Beweis dafür. Genannt sei dafür als Beispiel die Familie Forkel von den „Werrataler Bowhunters“ aus Sachsenbrunn, die zu viert am Wettbewerb teilnahmen und mit der sechsjährigen Aixana die jüngste Teilnehmerin stellten. Und sie war mit 252 Punkten und zwei Kils keineswegs die schlechteste Schützin, denn die niedrigste Punktzahl lag bei 118 und einem Kill. Mit „Kill“ wird der Bereich von Herz und Lunge bezeichnet. Trifft der Pfeil ins Kill, dann gibt es 20 Punkte und 16 Punkte, gestaffelt abwärts für Körpertreffer. Maximal können 560 Punkte erreicht werden.

Eine starke Konkurrenz gab es beim Jagdbogen Recurve mit 44 Teilnehmern bei den Herren. Hier belegten zum Beispiel Stephan Schellhorn (480P. 14 Kill) und Andreas Reppold (464/14) aus Mengersgereuth-Hämmern die Plätze zwei und drei. Umkämpft auch bei 15 Teilnehmern der Pokalsieger, wo der elfte Platz noch 15 Pfeile ins Kill brachte. Von den Gleicherwieser Bogensportler nahmen nur die Schüler und Jugendlichen teil, u.a. aus Bedheim und Schleusingen, da die Erwachsenen mit der Organisation beschäftigt waren. Hier gilt neben allen Mitgliedern, die sich in Vorbereitung und Durchführung aktiv einbarchten, insbesondere auch Bernd Popp und seinem Mitstreiter Silvio Urban ein Lob, die die gesamte Auswertung in kurzer Zeit bewältigen mussten.

Auch die Versorgung verlangt natürlich den Frauen und Männern bei einem solchen Turnier einiges ab, aber stets zur großen Zufriedenheit der großen Familie der Bogenschützen und Gäste. Unterstützung kommt außerdem vom Feuerwehrverein Gleicherwiesen, der alljährlich seine Vereinsanlage zur Verfügung stellt. Dank sagen möchten die Bogenschützen auch ihrem Jagdpächter Rudi Sauer aus Trappstadt, der sein Jagdrevier stets problemlos für die Bogensportler zur Verfügung stellt. Denn ohne ein weitläufiges Gelände und die Mithilfe ihrer (Familien) Mitglieder, waren sich Bernd Popp, Michael Böckler aus Trappstadt und Manfred Tomandl einig, könnte ein solches Turnier in Gleicherwiesen nicht erfolgreich über den Jagdparcours gehen. Weitere Ergebnisse des 4. Mitsommer-Turniers unter www.bogensport-gleicherwiesen.de

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