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15.08.2014 10:20

Traditionelle Trachtenkirmes feierte in Zeilfeld Jubiläum

„Heuer ist ein ganz besonderes Jahr, zum 25. Mal stehn wir unterm Pla“, hieß es im Spruch eines Kirmesmädchen, womit natürlich die Jubiläumskirmes in Zeilfeld gemeint war.

Von: Kurt Lautensack

Zeilfeld – Denn seit dem Sommer 1990 ist Zeilfeld eine gute Adresse, wenn es um die Zeltkirmes geht. Nach der Wende waren sich einige gestandene Zeilfelder und ihre jungen Leute darüber einig, dass das dörfliche Leben wieder aktiviert werden muss. Was lag da näher, als die traditionelle Plankirmes wieder aus der Vergangenheit zurückzuholen. Und da weder die Kirmes noch andere Aktivitäten dem Selbstlauf überlassen werden konnten, so Torsten Maul in einem kurzen Gespräch, wurde im Herbst 1992 der „Heimatförder-Verein Zeilfeld e.V.“ gegründet, dessen erster Vorsitzender Torsten Maul war. Mit Katharina Wiener (heute Schmidt) folgte 2010 ein Vorstandswechsel, weil die bisherige erste Reihe gerne in die zweite rückte. Wer aber hinter dem Heimatförder-Verein nur ältere Bürger vermutet, der liegt falsch. Ob bei der Vereinsgründung oder gegenwärtig, immer waren und sind es junge Leute, die in Zeilfeld bereit sind, Verantwortung für ihren Ort zu übernehmen. 

So hält der Verein seit 22 Jahren das dörfliche Leben in Bewegung, ob Kirmes, Backhausfest, Liederabend oder bei der Schaffung materieller Werte, wobei das Vereinshaus und das Backhaus ganz vorne stehen. Kurz gesagt, als einziger Verein des Ortes, bei dem Jung und Alt zusammenarbeiten, wollen seine Mitglieder das dörfliche Leben aufmischen. Das taten die Mädchen und Burschen auch am ersten August-Wochenende beim 25-jährigen Kirmes-Jubiläum. Von Donnerstag bis Sonntag war Stimmung, Spaß und gute Laune bei der Zeltkirmes angesagt. Und da man auf den Nachwuchs bedacht ist, war die Kinderkirmes, von Ina Ehrsam und Ina Schramm initiiert, ein Höhepunkt. Dem folgten natürlich am frühen Sonntagabend die Sprüche der Kirmesmädchen und-burschen, die die Eigenschaften des jeweiligen Partners erforschten. Dabei vergaßen sie nicht, all jenen eine Anerkennung auszusprechen, die die Kirmesgesellschaft in allen Belangen unterstützten. Schließlich war es der Theater erfahrene Christoph Frink, der die „Silberne Predigt“ hielt und „zwischen der Steinsburgstraße und der Mühl“ alles aufgabelte, was eben im Laufe des Jahres so passiert. Und für viele Trachtenträger war klar, sie sind auch im nächsten Jahr wieder dabei, wenn der Heimatverein zur Kirmes rüstet.

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