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01.02.2017 22:21

Neuen Verein aus der Taufe gehoben

Am 1. November 2016 hat sich in Gleicherwiesen ein neuer Verein gegründet, der „Heimatverein Gleicherwiesen e.V.“

Von: Kurt Lautensack

Gleicherwiesen – Nachdem die Gaststätte im Gemeindehaus in Gleicherwiesen nach einem hoffnungsvollen Start vor einigen Jahren (noch Einheitsgemeinde Gleichamberg) später aus (un)wirtschaftlichen Gründen wieder geschlossen hatte, standen die Gleicherwieser vor der Frage, wie soll es mit dem Gemeindehaus weitergehen. Es wurde ein Betreiber bzw. Pächter gesucht, um das dörfliche Leben wegen mangelnder Räumlichkeiten (Kirmes, Familienfeiern, andere Festlichkeiten) nicht zum Erliegen kommen zu lassen. Gespräche zwischen Feuerwehrverein, Glühweinfreunde, ehrenamtlich tätigen Einwohnern und Stadtrat Mario Stärker zum Vorschlag einer gemeinsamen Verantwortung für das Gemeindehaus brachten kein Ergebnis. 

Nach entsprechenden Umfragen zur möglichen Mitarbeit in einem neuen Verein, entschlossen sich einige Einwohner, denen die Entwicklung ihres Ortes am Herzen liegt, einen Heimatverein zu gründen. Zur Gründungsversammlung am 1. November hätten sich 30 Gleicherwieser bereit erklärt, durch ihre Mitgliedschaft den „Heimatverein Gleicherwiesen“ zu unterstützen und zu stärken. Eine Satzung wurde erarbeitet und der Satzungszweck inhaltlich formuliert. So beinhaltet die Arbeit des Heimatvereins die Förderung der Heimatpflege und des heimatkundlichen Wissens, die Traditions- und Brauchtumspflege, mit Zusammenkünfte auch die Lichtstubentradition wieder ein wenig aufleben zu lassen sowie die Fortschreibung der Ortsgeschichte, in dem auch Ortschronisten ihre Mitarbeit bekundeten. Als Vorstand wurden gewählt: Steffen Bösemann (Vorsitzender), Mario Stärker (Stellvertreter), Rosemarie Baumbach (Schatzmeisterin) und Carmen Kupfer (Schriftführerin).  

Da viele Aktivitäten natürlich auch mit dem Domizil „Gemeindehaus“ im Zusammenhang stehen, wird der Heimatverein auch die Betreibung übernehmen. Ein entsprechender Pachtvertrag mit Bürgermeister Günther Köhler der Stadt Römhild, erklärten Rosemarie Baumbach und Mario Stärker, liegt bereits zur Unterzeichnung bereit, was beim Erscheinen des Beitrages wahrscheinlich schon erfolgt sein wird. Denn gerade die Erhaltung des Gemeindehauses setze zunächst Prioritäten, was die Wiedereinrichtung der Räumlichkeiten der ehemaligen Gaststätte betrifft. Denn neben einer möglichen Nutzung z. B. des Saales für Feierlichkeiten möchte der Verein auch die Blutspende in Gleicherwiesen wieder etablieren. Gespräche mit dem Suhl Institut für Transfusionswesen fanden bereits statt. 

Doch zu all dem gehören eben auch eine funktionstüchtige Küche und andere Einrichtungsgegenstände. Aber dafür fehlt dem Verein zunächst das nötige Startkapital. Rettung kam durch die Landtagsabgeordnete Kristin Floßmann, die sich für die Unterstützung durch Lottomittel einsetzte. So wurden aus dem Lotteriefonds für gemeinnützige Zwecke dem Verein 2000 Euro für eine Kücheneinrichtung übergeben. Die fehlenden Eigenmittel in Höhe von 500 Euro wurden durch Spenden der Wald- und Jagdgenossenschaft, durch bestehende Vereine und durch Spenden der Gewerbetreibenden von Gleicherwiesen (Dachdecker- und Malerbetriebe, Versicherung) aufgebracht. Fleißig Hand angelegt haben beim Aufbau der Küche Steffen Bösemann, Manfred Popp und Kuno Langenhan. Offiziell hat der Heimatverein am 1.1.2017 seine Arbeit aufgenommen. 

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