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29.11.2018 10:28

Jubiläumsschau – eine gelungene Kaninchen- und Geflügelschau

Auf dem großzügig angelegten Freigelände mit Vereinsheim und zweckmäßigen Anbau präsentierte der Rassekaninchenzuchtverein T445 Simmershausen am ersten November-Wochenende die 10. Gleichbergschau als kreisoffene Jubiläumsschau.

Von: Kurt Lautensack

Simmershausen – Seit Jahrzehnten gehört der Simmershäuser Verein zu den Aktivposten der Rassekaninchen-Züchter im Kreisverband Hildburghausen. Nachdem im Vorjahr der Verein die Kreisjungtier- und die Kreisschau erfolgreich durchgeführt hatte, stand dieses Jahr die 10. Gleichbergschau auf dem Veranstaltungsplan des T445. Sie gestaltete sich als ein gelungener Mix von ausgestellten Rassekaninchen und Geflügel, wobei natürlich die Rassekaninchen im Vordergrund standen. Vereinsvorsitzender René Zeit konnte zur Schau als Gäste die Landtagsabgeordneten Kristin Floßmann (CDU) und Tilo Kummer (Die Linke), den Römhilder Stadtrat Wolfgang Sonntag und die Kreisvorsitzende Jenny Hofmann sowie Züchter und Aussteller aus dem eigenen Kreisverband und benachbarten Kreisen begrüßen.

In seinem Grußwort verwies er auf die Bedeutung der Kleintierzucht gerade für Kinder und Jugendliche. „Immer häufiger werden Kinderzimmer von elektronischen Haustieren dominiert“, so Zeitz, so dass es „umso wichtiger ist, den Umgang mit lebenden Tieren zu vermitteln“. Deshalb dankte er besonders auch den jugendlichen Ausstellern, die auf ihre Zuchterfolge stolz sein können. Insgesamt zeigten 56 Aussteller 308 Rassekaninchen und 23 Aussteller 163 Rassegeflügel in den verschiedensten Rassen und Farbenschlägen. Gleichzeitig dankte er allen Ausstellern, die zur Bereicherung der gemischten Schau beigetragen haben, den Vereinsmitgliedern und Helfern für die Organisation und Durchführung sowie den 49 Sponsoren für ihre finanzielle und materielle Unterstützung.

Für Wolfgang Sontag als Vertreter des Bürgermeisters als Schirmherrn ist es „immer wieder bemerkenswert, wie sich Vereine und Züchter, insbesondere auch die Simmershäuser Vereinsmitglieder, für den Erhalt und Fortbestand der Rassen einsetzen“. Sie würden damit einen Beitrag dazu leisten, „dass Kinder wissen bzw. vermittelt bekommen, was die Natur hervorbringt“. Dass Kinder nicht nur elektronische Haustiere kennen, dafür sei „der Besuch einer solchen Ausstellung wichtig und hervorragend geeignet“, sagte Kristin Floßmann in ihrem Grußwort. Auch sei es für die Züchter und allen Beteiligten besonders schön, „dass es in diesem Jahr, im Vergleich zu den beiden Vorjahren, keine nennenswerten Vorkommnisse gab, was Krankheiten und Seuchen betraf“.

Für Tilo Kummer war es trotzdem „ein verrücktes Jahr“, was vor allem die Witterung betraf. Zwar sei es für viele Menschen ein prima Sommer gewesen, aber für Tierzüchter und für die Land- und Forstwirtschaft allgemein sei das wenig tröstlich gewesen. Man betrachte nur die Bäume oder den sinkenden Wasserspiegel der Gewässer. „Diese Entwicklung beim Klima- und Naturschutz geht an die Existenz“, so Kummer, deshalb könne man andere Bereiche, was die Unterstützung betreffe, keinesfalls mit den Problemen der Landwirtschaft vergleichen. Beide Abgeordnete haben eine kleine Finanzhilfe im Kuvert übergeben. Dem Gesagten konnte sich die Kreisvorsitzende nur anschließen, wobei sie natürlich die Stagnation bei der Anzahl der Züchterinnen und Züchter etwas sorgenvoll betrachtet. Hier hoffe sie auf eine Besserung. Dass beides zusehen war, Kaninchen und Geflügel, befand sie als gut.   

Ein besonderer Dank gilt an dieser Stelle auch Sarah Zeitz, die mit ihrem engagierten Einsatz dafür sorgte, dass der Katalog pünktlich zum Ausstellungsbeginn jeder Interessierte in den Händen halten konnte. Für die Ergebnisse im Katalog zeichneten die Zuchtrichter mit ihren Bewertungen verantwortlich, die in der Regel bereits am Donnerstag erfolgt. Obmann Herbert Zitzmann aus Waigoldshausen, Anrnd Müller (Lauscha), Thomas Schröder (Neuhaus/Rwg.), Friedrich Kühhorn (Schweinfurt), Elmar Paschek (Rügheim) sowie Harry Bischoff aus Sachsenbrunn und Richard Schmidt aus Schleusingen sorgten für die fachkundige Bewertung.

Ausstellungsleiter Helmut Ehrhardt konnte sich dabei über gute Zuchtergebisse der ausgestellten Tiere freuen. So gab es bei den Rassekaninchen 23 Mal die Note „vorzüglich“, was einer Punktzahl ab 97 entspricht, darunter gab es sogar 3 mal die Punktzahl 97,5. Günter Siebensohn vom T186 Stressenhausen mit „Schwarzgrannen“ und Jan Tondyra vom T636 Steinheid mit „Separator“ erhielten jeweils für ihre Häsin 98 Punkte. Ein hervorragendes Ergebnis. Eine große Anzahl von Tieren, ob Havanna, Thüringer, Blaue Wiener, Gelb-Rexe, Perlfeh oder Kleinsilber, um nur einige Rassen zu nennen, erhielten ein „sehr gut“. Neben sieben von 10 Rassekaninchen-Vereinen des Kreisverbandes waren Vereine aus Steinheid, Neuhaus, der Gemeinde Frankenblick und aus dem befreundeten B1200 Alsleben vertreten. Dazu eine Reihe Geflügelzüchter, u.a. aus Pfersdorf, Zeilfeld, Streufdorf Jüchsen, Haina und Dietzhausen. Die Ausstellung bot natürlich gleichzeitig eine geeignete Plattform und beste Gelegenheit für fachkundige Gespräche und für den Erfahrungsaustausch. Der Kreisverband nahm darüber hinaus die Gelegenheit wahr und führte seine Vorstandssitzung in Simmershausen durch.

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