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15.08.2014 10:25

Hindfelder Sommerfest

Von: Kurt Lautensack

Hindfeld – In Hindfeld heißt es: zwei Vereine, zwei Feste. Und so ist es längst zur Tradition geworden, das der Feuerwehrverein Hindfeld am letzten Juli-Wochenende das Sommerfest organisiert und durchführt, während der Heimatverein alljährlich am letzten August-Wochenende den Schornstein vom Dorfbackhaus rauchen lässt. Doch wer sich die Gesichter der Akteure beim Sommerfest genauer einprägt, der wird viele der Aktiven auch wieder beim Backhausfest erkennen. „Hier hilft eben ein Verein den anderen“, sagt Gerd Roßbach, der Vorsitzender des Feuerwehrvereins. Anders sei es auch gar nicht möglich, im kleinsten Ortsteil der Stadt Römhild mit seinen 115 Einwohnern, das gesellig-kulturelle Leben des Ortes aufrechtzuerhalten. Und der Vereinschef kann sich auf eine fleißige Helferschar verlassen, wobei gerade auch die Frauen ein großes Lob verdienen. Über sie lässt er auch sonst nichts kommen und wenn es einmal „brennt“, natürlich nur im übertragenen Sinne, dann ist er nicht nur Feuerwehrmann, sondern auch Rettungsdienstler. Eines der Küchenmesser muss wohl ein wenig zu scharf gewesen sein, so dass eine Helferin ärztlich versorgt werden musste.

Aber was das Lob betrifft, so kommt ein solches nicht nur aus den Reihen der Einwohner, sondern auch von den Gästen, die immer wieder gern nach Hindfeld kommen. So lobt ein regelmäßiger Besucher und Westenfelder Wanderfreund, die übrigens sehr stark vertreten waren: „Das muss man den Hindfelder Frauen lassen, ihr Kuchen ist immer Spitze“. Kaffee und Kuchen sei auch der Grund, warum es auch die Frauen immer wieder nach Hindfeld ziehe, meinte er scherzhaft. Und wenn die Männer brav seien, würden sie nach dem langen Fußmarsch auch im Auto wieder mit nach Hause genommen. Überhaupt ist das Sommerfest in der Anlage an der alten Schule einmal im Jahr ein beliebter Treff für Freunde und Bekannte, ob beim Wellfleischessen am Samstagabend oder eben am Sonntag. Von Bedheim über Gleichamberg und Milz bis zum erwähnten Westenfeld sind die Besucher da. Ein besonders freundschaftliches Verhältnis besteht auch seit der Wende zum fränkischen Nachbarn aus Breitensee.

Für die musikalische Unterhaltung am Sonntagnachmittag sorgen seit Jahren abwechselnd die „Milzer Dorfmusikanten“ und die „Gleichberg-Musikanten“. So geht auch der Bezug zur Region nicht verloren. In diesem Jahr waren es die „Milzer Dorfmusikanten“ mit ihren Sängerinnen Cindy Brezeske und Martha Gaßdorf. Dabei trat Martha gleich dreifach in Aktion, denn die junge Frau sang nicht nur, sondern spielte auch noch Klarinette und führte heiter und locker durch den Nachmittag. Für die Kinder stand eine große Hüpfburg bereit.

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