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27.09.2018 15:00

Fest der Vereine hat mehr Zuspruch verdient

Zum dritten Mal hatten die Initiatoren des Ehrenamts-Stammtisches am Tag des Denkmals zum Fest der Vereine in und an das Vereinshaus des Heimatvereins Zeilfeld eingeladen.

Von: Kurt Lautensack

Römhild/Zeilfeld – Nach zwei Anläufen im Innenhof der Glücksburg und im hinteren Schlosshof in Römhild in den vergangenen zwei Jahren, setzten die Organisatoren beim diesjährigen „Fest der Vereine“, Selina Dauer, David Wiedemann und Stefan Hammer auf Zeilfeld als Veranstaltungsort. Dabei hielten und halten sie weiterhin am Grundgedanken für das Festes fest, die Vereine der Stadt Römhild aus allen 14 Ortsteilen einander näherzubringen bzw. untereinander ins Gespräch zu kommen. Auch wenn beim dritten Mal der erhoffte größere Besucherstrom ausblieb, die jungen Leute wollen auch weiterhin am Fest der Vereine festhalten, schließlich hat sich auch der ins Leben gerufene Ehrenamts-Stammtisch bewährt und war vielen Vereinsvorständen und Mitgliedern bisher eine große Hilfe in ihrer Arbeit. Das bestätigten auch Stadtrat Heiko Bartholomäus und Toralf Müller sowie Detlef Floßmann und Peter Pfeifer vom Heimat- und Feuerwehrverein Westenfeld.

Gerade die verschiedenartigsten Themen in den bisher acht Ehrenamts-Stammtischen wie beispielsweise zur Durchführung von Veranstaltungen, GEMA, Versicherungen, Tipps und Hinweise durch Vertreter des Veterinär- und Lebensmittelüberwachungsamtes, Gesundheitspass, Buchhaltung, Fördermittel, Ehrenamtsstiftung, Plakatierordnung oder die Vorstellung des Kulturkonzeptes des Landkreises fanden breite Zustimmung.

Auf eine ähnliche Zustimmung wünschen sich die Organisatoren, die sich ehrenamtlich tüchtig engagieren, beim Fest der Vereine. Landrat Thomas Müller, der bereits an einem solchen Stammtisch teilgenommen hatte, würdigte ihr Engagement, indem das Landratsamt des Fest mit 300 Euro unterstützte, wie David Wiedemann erklärte. Auch MdL Tilo Kummer (Die Linke) hatte zu seinem Kurzbesuch eine Spende im Kuvert, ebenso unterstützte die TEAG das Fest. Als einen Ausdruck der Wertschätzung der Arbeit betrachtete das Organisationstrio auch die zeitweilige Anwesenheit von Antja Jakob, Mitarbeiterin im Thüringer Staatsministerium, Referat Kultur, des Bürgermeisters Günther Köhler oder des Vorsitzenden des Kultur- und Sozialausschusses der Stadt Römhild, Arno Schmidt.

Für die Besucher des Festes stand fest, die jungen Leute haben wiederum einiges auf die Beine gestellt und hatten dabei durch die Mitglieder des Heimatfördervereins Zeilfeld eine großartige Unterstützung. Hervorzuheben sind in diesem Jahr die Hainaer, die stark vertreten waren. Die Mitglieder des Hundesportvereins „Haina – Grabfeld u. Umgebung e.V.“ waren mit einer Hundestaffel vor Ort, um ihren Verein einmal näher vorzustellen. Der Verein bestehe bereits über 40 Jahre, erklärt der Vorsitzende Mario Wirsching und habe derzeit 15 Mitglieder, die, wie es der Vereinsname ausdrückt, aus der ganzen Umgebung kommen, von Linden bis Rentwertshausen. Ihr Domizil ist am Eichelberg bei Haina, wo sie sich zum wöchentlichen Training treffen.

Die Menschen legen sich aus den unterschiedlichsten Gründen einen Hund zu, erklärte Hundeführer Martin Wesch, wobei die Alltagstauglichkeit ein wichtiges Kriterium sei. Genau darum gehe es bei der Begleithundeprüfung, bei der es um das Team Mensch-Hund geht. Im Fokus stehen dabei der Gehorsam des Hundes und sein Verhalten in der Öffentlichkeitbeurteilt, kurz seine Sozialverträglichkeit. Nach der Vorstellung einiger Hunderassen im Verein, vom Deutschen Schäferhund über Labrador, Boxer und Dalmatiner bis zum Border Collie, erklärte Martin Wesch einige Prüfungsinhalte, die Mitglieder mit ihrem Hund vorführten. Leinenführung, Sitzübungen, durch eine Personengruppe gehen oder bei fremden Personen stehenbleiben usw., sind wichtige Kriterien zur Beurteilung. Interessierte Hundebesitzer können sich gerne beim Verein melden, um z.B. an einem Training teilzunehmen.

Auch die FFw und Mitglieder der Jfw Haina waren mit Wehrfüher Danny Hirn dabei. Sie zeigten die vorhandene Ausrüstung ihres Fahrzeuges und führten Rettungsmaßnahmen wie Herzdruckmassage oder Mund-zu-Mund-Beatmung vor. Natürlich durfte sich jeder am Dummy selbst probieren. Zur Unterhaltung am Nachmittag trugen außerdem die Crazy Devil Dancers aus Haina mit ihren Country Dance-Einlagen bei. Eine Hüpfburg sorgte für die sportliche Betätigung der Jüngsten. Musikalisch ging es mit einem Frühschoppen mit dem Kinder- und Jugendorchester Gleichamberg los. Dabei zeigte sich Thomas Gütter beeindruckt vom kleinen Saal im Vereinshaus, der eine sehr gute Akustik aufweise. Nach dem Mittag waren es dann die Wirtshausmusikanten aus Heldburg, die für Stimmung sorgten. Ganz nach dem Wunsch der Veranstalter sangen sie „Franz bleib da, du wässt ja net wie’s Watter wird, Franz bleib da, du wässt ja net wie’s wird…“.

Doch wo waren all die Vertreter der Vereine zwischen Bedheim und Mendhausen, ohne bestimmte größere Vereine namentlich zu nennen, auf die man event. gehofft hatte? Dabei geht es den Organisatoren keineswegs darum, den ganzen Tag beim Fest zu verbringen. Nein es geht ihnen darum, einfach einmal vorbeizuschauen, hier und da ins Gespräch zu kommen, was ja durchaus der Fall war, vielleicht eine Bratwurst oder ein Steak zu essen und einfach dem Fest eine gewisse Aufmerksamkeit zu zollen. Die Veranstalter, Helfer und die aktiv tätigen Festteilnehmer hätten es auf jeden Fall verdient gehabt. Also dann bis zum nächsten Jahr.

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