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13.01.2018 22:35

Eine musikalische Reise von der Karibik bis ins Donautal

Zu seinem mittlerweile 16. Jahreskonzert hatte das große Orchester des Kinder- und Jugendorchesters Gleichamberg traditionell am 3. Advent ins Kulturhaus Gleichamberg eingeladen.

Von: Kurt Lautensack

Gleichamberg – Weihnachtlich gedeckte Tischreihen, eine angenehme Saal-Atmosphäre und gespannte Blicke auf die hereinkommenden und namentlich genannten jungen Musiker, die allmählich die Bühne unter Beifall ausfüllten, so lässt sich ein erster Eindruck vom Jahreskonzert beschreiben. Kurzes verhallten der Musiker mit ihren Instrumenten im Ansatz und dann erklang die „Century Fox Fanfare“ in einer Bearbeitung von Orchesterleiter Thomas „Peppi“ Gütter. Das war stark und beeindruckend. Nach dem Schlussakkord war der Zeitpunkt für den professionell moderierenden Thomas Henkel aus Viernau gekommen, ein Musikkollege von Thomas Gütter und eine gelungene Verpflichtung durch den Musikverein.

„Es ist schon etwas Besonderes, ein solches Kinder- und Jugendorchester im Ort zu haben, was für den Weitblick spricht, den die Mitbegründer im Jahr 2001 hatten“, so Thomas Henkel während der Begrüßung der Saalgäste, wobei ein besonderer Willkommensgruß Bürgermeister Günther Köhler und Landrat Thomas Müller galt. Erstaunlich sei dabei, dass die Mädchen und Jungen aus fast 20 Orten von Schweickershausen bis Schleusingen, was wohl auch für die Qualität der Ausbildung spreche. Und da der Moderator während des Nachmittags immer auch den Bezug zur Region herstellte, fiel im mit Blick auf den Großen Gleichberg die Ansage des Auftakttitels „Mountain Wind“ nicht schwer.

Das Motto des Jahreskonzertes „Bekannt aus Funk und Fernsehen“ beinhaltete einen vollauf gelungenen Streifzug durch die Filmmusik. Dabei fand Henkel immer die passende Überleitung, weil er auch stets auf den Film verwies, aus dem der jeweilige Titel stammte. Mit „Somewhere in my memory“ aus „Kevin allein zu Haus“ oder aus „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“ die wundervolle Melodie „Cinderalla`s dance“ oder „Hello Dolly“ konnte das Orchester einfach begeistern. Auch die Solisten Max Schneider (Saxophon) mit „Spider Rag“, Fabian Winkel (Drums) und Celine Baumeyer (Flöte) bei „Kings of Swing“ oder Josef Gütter (Trompete) mit „Giudita“ zeigten, dass sie ihre Instrumente beherrschten.

Dabei sind die Umsetzung von Titeln der „Filmmusik für einen Musiker die schwierigsten Stücke“, sagte Thomas Henkel. Und als Profi weiß er sehr genau wovon er spricht, deshalb galt auch sein besonderer Dank seinem befreundeten Musikkollegen Peppi für seine engagierte Arbeit mit den Kindern und Jugendlichen.  Ebenso danke er dem gesamten Team der Musiklehrer, die ihre Schützlinge bei den einzelnen Instrumenten zu sehr soliden Leistungen führen, was Solisten und Orchester postwendend mit „Music from pirates oft he caribbean“ (aus Piraten der Karibik) bewiesen. Dankesworte gab es auch durch die Vereinsvorsitzende des KJOG, Ellen Krause, nicht nur für Musiklehrer und ihre fleißigen Musikschüler, sondern auch für Eltern, Großeltern (Fahrdienste, Versorgung), für Unterstützer und Förderer des KJOG.

Das war zugleich ein Stichwort für die in Gleichamberg seit 2014 ansässige Familie Margrit und Guido Ellena aus der Schweiz und Moderator Henkel. Thomas Henkel verwies auf das Buch von Margrit Ellena „Eselin Mona träumt“, während sie im Namen ihrer Familie, die sich „in Gleichamberg seit dem ersten Tag ihrer Ankunft wohl fühlt“ an Thomas Gütter für das Jugendorchester einen Scheck in Höhe von 1000 Euro überreichte. Die Familie will es als Dank an Gleichamberg und für die großartigen Leistungen der Kinder und Jugendlichen bei der Ausübung ihres schönen Hobbys. Dem pflichtete auch der Moderator bei, der an die jungen Musiker appellierte, durchzuhalten, auch wenn es zwischendurch auch einmal schwer falle. Denn auch im späteren Leben ein „Instrument zu beherrschen, ist das Schönste, was es gibt“ und für manchen aus einem Hobby sogar der Beruf werden könne.

Natürlich wurde auch wieder Musik gemacht, und das über mehr als zwei Stunden, immer wieder mit informativen und heiteren Ansagen durch Henkel. So ging es weiter mit dem temperamentvollen „Transformers“, mit „Can you feel the love tonight“ aus „König der Löwen“ oder mit dem wundervollen „My heart will go on“ aus dem Film „Titanic“ mit Solistin Constance Carl (Saxophon). Den Schlusspunkt setzten die Mädchen und Jungen mit einigen Blasmusiktitel von „I love Polka“, dem „Strenschnuppenwalzer“, „Im schönen Donautal“ mit Solist Florian Roth (Trompete) und dem wundervollen „Böhmischen Traum“. Mit „Thank you fort he Music“ und den weihnachtlichen Weisen „Tochter Zion“ und „Stille Nacht“ verabschiedete das KJO Gleichamberg seine Besucher in den längst hereingebrochenen Adventsabend. 

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