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20.02.2017 14:37

Dorfchronik in Roth bekommt neuen Schwung

Von: Alexander Hammer
Roth, Historisches Luftbild von 1945, ©GDI-Th, dl-de/by-2-0,

Roth, Historisches Luftbild von 1945, ©GDI-Th, dl-de/by-2-0, Quelle: Link

Die Zeit vergeht, und wie schnell vergisst man kleine und große Ereignisse, die eine Rolle im Dorfleben gespielt haben. Irgendwann erinnert sich niemand mehr genau, und die, die man fragen kann, werden weniger. Eine Chronik kann helfen, das Bewahrenswerte für die Nachwelt festzuhalten.

Die Chronik von Roth besteht aus mehreren Bänden, die ohne größere Lücken bis ca. 1910 zurück gehen, einzelne Schriftstücke sogar bis 1778. Daneben gibt es weitere Dokumente, wie das Sühnebuch oder eine Häuser-Chronik, und viele Bilder und Einzelinformationen, die die eigentliche Chronik sinnvoll ergänzen und zu einem interessanten Zeitdokument machen.

Bisher hat Roth noch keinen berufenen Ortschronisten. Ronald Wiegler, der seit über zehn Jahren nicht mehr in Roth wohnt, hat dankenswerterweise seinerzeit die Chronik von Bernhard Bosecker übernommen und seit der Wende nun über ein Vierteljahrhundert weitergeführt.

Dabei unterstützen wollen ihn zukünftig Stefan Klopf und Axel Hammer. Dokumente müssen erhalten, gesichtet, geordnet und digitalisiert werden, um die Chronik zu ergänzen. Die Fortführung der Chronik auf mehrere Schultern zu verteilen vermeidet Lücken, und gemeinsam daran zu arbeiten macht mehr Freude.

Aus der Arbeit an dem Thema können und sollen Veröffentlichungen und auch Themenabende entstehen. Ein erstes Gespräch zur gemeinsamen Arbeit brachte viele Ideen, die nun sortiert und umgesetzt werden sollen.

Für die Ergänzung der Chronik bitten wir die Einwohner von Roth oder „ehemalige“ Röther, vielleicht auch Bürger der Nachbargemeinden, um Unterstützung. Zeitdokumente (Zeitungsartikel, Drucksachen, mündliche Aussagen, interessante Informationen usw.) seit ca. 2005 bis heute können helfen, Interessantes aus Roth zu bewahren. Auch Älteres kann die Sammlung bereichern. Natürlich müssen liebgewonnene Originale nicht hergegeben werden - die Dokumente können fotokopiert, fotografiert oder gescannt werden.

Auch wollen wir eine Sammlung von Mundartbegriffen und Sprüchen beginnen. Von „Hullebutz“ bis „Nachtböbel“, von „dillern“ bis „nötzeln“, von „Schdüchd“ bis „Brühgelde“ oder „Krücke“ bis „Schießschüssel“ darf alles dabei sein – wir freuen uns über jegliche Zuarbeit.

Wer etwas dazu beitragen kann, ist willkommen, mit Stefan Klopf (0170 4107740, stefan.klopf@remove-this.gmx.net, Gleichamberger Straße 16, Roth, 98630 Römhild) oder Axel Hammer (0173 9793441, alexander.hammer@remove-this.siemens.com, Seewiesenweg 18, Gleichamberg, 98630 Römhild) Kontakt aufzunehmen.

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