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16.09.2018 10:59

25. Museumsfest mit Sonderausstellung

Alljährlich eine Woche vor dem „Tag des Denkmals“ führen die Mitglieder des „Heimatvereins Mendhausen-Mönchshof e.V.“ das Museumsfest am Dorfmuseum im Bereich ehemalige Schule und Kindergarten durch.

Von: Kurt Lautensack

Mendhausen – Es gibt wohl nicht allzu viele Museen in den Dörfern unseres Landkreises, die auf eine derartige Ausstellungsfläche mit insgesamt 11 Räumen verweisen können. Dort ist im Wesentlichen untergebracht, was zu Großmutters und Urgroßmutters Zeiten das bäuerliche Leben mitbestimmt hat. Von der Futterküche über die Handwerkskammer und Waschküche bis zur guten Stube, Küche oder Speisekammer gibt es eine Vielzahl von Dingen zu sehen, die zumindest die älteren Besucher an ihr eigenes früheres Zuhause erinnern. Manches geht aber in der Zeit noch weiter zurück. Ein „Konsumladen“ verweist auf einstige DDR-Erzeugnisse von Kirsch-Wisky über Waschmittel bis Lebensmittel.

Ein altes Gebäude wurde einst vom Zerfall oder Abriss gerettet und auf Initiative des Heimatvereins Schritt für Schritt zum Dorfmuseum ausgebaut, erklärt die Vorsitzende Bärbel Freund. So war wieder einmal war der Museumshof mit dem Dorfmuseum Dreh- und Angelpunkt des 25. Museumsfestes, das mit dem ehemaligen Kindergartengebäude, der einstigen Schule, Kirche und Dorfbackhaus den Mittelpunkt des Ortes bildet. Da sich aber das Wetter zunächst wenig einladend zum Draußen sitzen war, hatten dafür die Museumsräume Hochkonjunktur. Aus den verschiedensten Orten zwischen Werra, fränkischer Saale und Rodach, von Grimmelshausen bis Rödental, kamen die Besucher und fanden in Elke Thomas, Gründungsmitglied des Heimatvereins eine engagierte Museumsführerin. Mit Begeisterung erklärt sie die ausgestellten Gegenstände und weiß dazu sogar so manche kleine Geschichten über Herkunft und Verwendung zu erzählen.

Ein größerer Raum ist zum Museumsfest jeweils einem bestimmten Thema für eine Sonderausstellung vorbehalten. In diesem Jahr geht es um das Thema „Militär- Geschichte und Geschichten“, das sich speziell auch mit Mendhausen befasst. Die Ausstellung erinnert an die Französische Besetzung durch Napoleon von 1806 bis 1814, an die Schäden des 30-jährigen Krieges, an Bauerkrieg sowie an die beiden Weltkriege bis zur Teilung Deutschlands. Immer auch einen Bezug zur Geschichte Mendhausens.

Dies alles gibt es kostenlos, wenngleich eine kleine Spende willkommen ist, denn die Erhaltung des Museums kostet auch dem Verein Geld. Aber auch über geschriebene Worte freuen sich die Vereinsmitglieder. Ein Gästebuch, seit der Glockenweihe im Juni 2001 geführt, liegt für einen Eintrag bereit. Viele Besucher haben seitdem ihre Meinung zum Museum kundgetan, selbst wenn es ur ein Satz war. In einem jüngsten Eintrag zum 15. Museumsfest heißt es zum Beispiel: „Nach Mendhausen zum Museumsfeste, zu essen gibt es das Allerbeste. So kamen wir aus Rödental her, zu finden war es gar nicht schwer…“. An anderer Stelle heißt es weiter: „Das Museum mit qualifizierter Führung war sehr interessant, vieles davon haben wir von früher gekannt“, schrieben die Familien Henning und Mahr aus Rödental bei Coburg.

Was das Essen und die „freundlichen Leut“ betraf, das war schließlich rund um den Museumshof zu finden. Von Wellfleisch mit Sauerkraut, Bratwürsten im Schlafrock oder Pizzen reichte das Angebot bis zum selbstgebackenen Kuchen und Kaffe oder anderen Getränken. Und wer gerade keinen Hunger hatte, der konnte sich auch ein Brot aus dem Dorfbackhaus später zu Hause schmecken lassen. Schließlich zeigte sich das Wetter doch noch von seiner angenehmen Seite, so dass die fleißigen Hände belohnt wurden. Vereinsvorsitzende Bärbel Freund wollte es keinesfalls versäumen allen Mitgliedern und Helfern für die Vorbereitung und Durchführung des Museumsfestes zu danken.

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