Sie befinden sich hier

Kontextspalte

Sagen aus unserer Region

Grabfeld

Einst lebte im Grabfeld eine hübsche Königstochter, die einen kostbaren goldenen Ring hatte. Auf einer Jagd sprang er vom Finger ins dichte Moos. Umsonst war alles Suchen in dem dichten, tiefen Wald. Da bot ihr Vater, der König, seinen ganzen Heerbann auf zum Suchen und Schauen und Umgraben nach dem Kleinod. Sie gruben und gruben, des Königs Mannen, bis sie den Ring fanden und gaben dem Land seinen Namen. Bis zur Stunde heißt man’s “im Grabfeld”!

Die Dörfer an den Gleichbergen

Auf den beiden Gleichbergen hausten eins zwei Riesen, die miteinander in ständiger Fehde lebten und die Alleinherrschaft über das schwache Menschengeschlecht der Zwerge an sich zu reißen suchten. Eines Tages überfiel der Riese von der Steinsburg aus seinen Gegner, bezwang ihn nach heißem Ringen und machte ihn kampfunfähig, indem er ihm an seiner rechten Hand die Finger abhackte. Dieser grausamen Tat verdanken folgende Dörfer ihren Ursprung, denn er warf den kleinen Finger ins Feld: Hindfeld; den anderen an die Eiche: Eicha; den dritten an die Linde: Linden; den vierten gleich an den Berg: Gleichamberg; den fünften gleich in die Wiesen: Gleicherwiesen.