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Gleicherwiesen

Gleicherwiesen, ein kleines Haufendorf mit 348 Einwohner, ragt von den aus Keupermergeln aufgebauten Hangausläufen zwischen Kuhberg und Leithenberg bis hin in die Milzaue hinein.

Gleicherwiesen liegt in einer Senke, an deren Nordseite die Milz von Osten nach Westen fließt. Im Süden steigt das Gelände zum Hexenhügel an und im Nordwesten des Ortes bildet der Große Gleichberg in 4 Kilometer Entfernung mit 679 m die höchste Erhebung in der näheren Umgebung.

Die Siedlung wird 1100 als „Glychon“ und 1182 als „Glychon an der Wysen“ genannt und zählt wohl zu den älteren Siedlungen des Landes.

Schon im Mittelalter stand hier eine Kirche, die ein Filial von Gleichamberg war, aber 1493 durch einen Vergleich zwischen Graf Friedrich von Henneberg – Römhild und Valtin von Bibra zu Irmelshausen getrennt und zur eigenen Pfarrei erhoben wurde. Die jetzige schöne Kirche ist massiv, 1843 bis auf den Turm neu erbaut und im gothischen Stil. Gleicherwiesen erhielt 1743 durch kaiserliche Verleihung den Rang eines Marktfleckens mit vier Jahr- und Viehmärkten. Auf diese Entwicklung ist wahrscheinlich auch zurückzuführen, dass noch vor dem 1. Weltkrieg ein Drittel der Bevölkerung aus Juden bestand. Ein alter Judenfriedhof vor dem Ort erinnert noch heute an diese Vergangenheit.

Auch kündet das ehemalige Schloss des Freiherren von Bibra von einer Zeit, als der Ort Gleicherwiesen „zentralörtliche Bedeutung“ besaß. Mit seinen Fachwerkhäusern und seinen neugestalteten Ortskern ist Gleicherwiesen ein schöner Ort.

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