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Bedheim

Bedheim, südlich am Fuße des Hahnritz gelegen, idyllisch eingebettet in die Ausläufer der Gleichberge wurde 1169 zum ersten Mal urkundlich als „Bedeheim“ erwähnt und hat eine Einwohnerzahl von 588.
Von besonderer Bedeutung war, dass das neue Jahrhundert mit einer neuen Kirche in Bedheim begann. Die Bedheimer Kirche ist ein schlichter Barockbau, dessen ältester Teil, die Altarhalle schon um 1260 errichtet wurde. Bemerkenswert ist, dass die Kirche 2 Orgeln hat. 1711 wurde die große Orgel von dem privilegierten Orgelbauer Caspar Schippel eingebaut. Die kleine Orgel wurde 1721 von Johann Philipp von Hessberg gestiftet und wie ein „Schwalbennest“ gegenüber der großen Orgel aufgehängt.
Das Schloss Bedheim, eine ehemalige Wasserburg erinnert an die Zeit der Renaissance und des Barocks. Es ist heute noch im Besitz der Familie Rühle von Lilienstern, die bis 1969 hier gewohnt hat. 1788 wurde Charlotte Freiin von Wolzogen mit August Franz Rühle von Lilienstern im großen Schlosssaal in Bedheim getraut. Die junge Frau war die Jugendliebe des Dichters Friedrich Schiller.

Der wohl bedeutendste Mann in der jungen Geschichte unseres Dorfes war Dr. med. Hugo Rühle von Lilienstern, der am 1. August 1934 das Paläontologische Heimatmuseum im Schloss zu Bedheim eröffnete. Es war eine außergewöhnliche Sammlung (z.B. Saurierskelette), die über längst versunkene Epochen der Erdgeschichte, deren Landschaftsbilder und Lebenswelten Aufschluss gab. Leider wurde das Museum mit dem Wohnungswechsel von Frau Rühle von Lilienstern 1969 in Bedheim aufgelöst.
In Anerkennung der wissenschaftlichen Arbeiten und Ergebnisse auf geologischem und paläontologischem Gebiet wurde Herr Dr. Hugo Rühle von Lilienstern zu seinem 110. Geburtstag 1992 im Schlossgarten zu Bedheim ein Gedenkstein gesetzt. Im Juli 1993 wurde der „Freundeskreis Bedheim e.V.“ gegründet. Dieser hat schon viel zur Verschönerung unseres Dorfes beigetragen.

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