Sie befinden sich hier

17.07.2017 22:08

Richtfest in der Glücksburg

Nach monatelanger Bauzeit stand Anfang Juli mit der Sanierung des Nordflügels von Schloss „Glücksburg“ in Römhild ein weiterer wichtiger Bauabschnitt vor dem Abschluss.

Von: Kurt Lautensack

Römhild – „Hier steht ganz herrlich anzuseh’n, die Bauherrschaft wird’s gern gesteh’n, das neue Dach stolz aufgericht. Brav tat jeder seine Pflicht, der an dem Bau mit tätig war, man scheute Müh nicht noch Gefahr, Auf starken Mauern festem Grund, das Dachgespär blickt in die Rund…“, so hieß es unter anderem im Richtspruch der beiden Zimmerleute Fred Köhler und Torsten Brückner von der Firmengruppe der Dach- und Holzbau GmbH Römhild. Anlass für diesen traditionellen Brauch der Bauleute war die Errichtung des Dachstuhles im Nordflügel des Schlosses Glücksburg, dem umfangreiche Bau- und Sanierungsarbeiten in den verschiedensten Gewerken, von Abbruch- und Maurerarbeiten über Trockenbau, Putz-, Maler- und natürlich Zimmererarbeiten, vorangegangen waren. Beim Richtfest zugegen waren Bürgermeister Günther Köhler, die zuständige Architektin Gudrun Mönnig, Prüfstatiker Bernd Becher (beide Weimar), Firmenvertreter, Mitglieder der Keramik-Stiftung, deren Keramikzentrum mit Atelier im Nordflügel untergebracht ist sowie Mitarbeiter der Stadtverwaltung.

Nach den umfangreichen Sanierungs- und Umbauarbeiten im Erdgeschoss des Nordflügels den freigelegten Rundbögen und den eingesetzten großen Glasfenstern vor fast genau zwei Jahren, geht ein weitere wichtiger Bauabschnitt im Schloss Glücksburg zu Ende. Die geplanten Baukosten, erklärte Bärbel Filler vom Stadtbauamt, lagen bei 290 300 Euro. Darin enthalten gewesen seien die Kosten für den Grüstbau, für das gesamte Dach des Nordflügels und für die Fassade des Treppenturms. Allein für das Dach seien 192 000 Euro einkalkuliert gewesen. Eigentlich sei man bei der gesamten Planung der Bauarbeiten von einer Dachsanierung ausgegangen, so Filler, doch wie es bei solchen Bauvorhaben mitunter der Fall ist, hätten sich beim Öffnen des Dachstuhles im Deckenbereich größere Schäden als angenommen gezeigt, so dass auch das Dach komplett erneuert werden musste.

So mussten weitere 100 000 Euro eingeplant werden (incl. der Fördermittel), um die damit verbundenen Mehrarbeiten abzudecken. Neben den bereits erwähnten Gewerken gehörten natürlich auch die Klempnerarbeiten zum Bauumfang dazu sowie ein mehr an Elektroarbeiten, die sich aus der gesamten Bausituation ergeben hätten, so Filler. Außerdem habe man eine Verbindung vom Nordflügel zu den angrenzenden beiden Schlossteilen geschaffen. Dabei handelt es sich um das angrenzende „mittlere Schloss“, das zum Verwaltungstrakt gehört sowie um das „hintere Schloss“, in dem sich das Museum von Schloss Glücksburg gehört. Natürlich konnte Bärbel Filler noch keine Endabrechnung präsentieren, da alle Arbeiten, z.B. auch die Ziegeleindeckung, erst zu Ende gebracht werden müssen. Aber bis zum 9. Thüringer Keramikmarkt vom 19.-20. August 2017, versichert der Bürgermeister, wird sich der Schlosshof und die Umgebung der „Glücksburg“ seinen Gästen wie gewohnt präsentieren. 

Kontextspalte

weitere News