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16.05.2017 22:02

Modernisierung der Kindertagesstätten

In den kommunalen Kindergärten der Stadt Römhild gab es in den vergangenen zwei Jahren bis zum heutigen Zeitpunkt eine Reihe von baulichen Veränderungen im Interesse und zum Wohle der Kinder.

Von: Kurt Lautensack

Römhild – Ermöglicht wurden die baulichen Maßnahmen durch das „Kommunalinvestitionsförderungsgesetz“ (KlnvFG) der Bundesregierung zur Unterstützung der Länder bei der Förderung von Investitionen finanzschwacher Gemeinden in strukturschwachen Gebieten. Dabei unterstützt der Bund mit 90 Prozent und das Land mit 10 Prozent die förderfähigen Kosten.Mit anderen Worten, es gibt eine 100%-ige Förderung, wenn nach den vorgegebenen Parametern verfahren wird. „Die Höhe der Zuweisungen von Bund und Land“, erklärte Stadtkämmerin Lissy Carl-Schumann, „richtete sich nach dem Anteil der Schlüsselzuweisung des Jahres 2015“. Danach stehe der Stadt Römhild ein Betrag von insgesamt 143 268 Euro zur Verfügung. Der Anteil des Landes, so die Kämmerin weiter, wurde bereits „bei Vorliegen der Bestandskraft als eine Art Anschubfinanzierung ausgezahlt“. Die Bundesmittel zur anteiligen Begleichung fälliger Zahlungen erhalte die Stadt nach Anforderung bei Vorlage der Rechnungen. Gegenwärtig prüfe die Kämmerei gerade einige Schlussrechnungen zu den durchgeführten Maßnahmen, um dann die Bundesmittel abrufen zu können.

Beim Einsatz der Mittel gehe es der Stadt Römhild vor allem um energetische Sanierungsmaßnahmen in den „Einrichtungen frühkindlicher Infrastruktur“ oder um es anders auszudrücken, um dringend notwendige Instandhaltungs-, Modernisierungs- und Umbaumaßnahmen in den Kindertagesstätten, erklärte Detlef Floßmann aus dem Bauamt. Umfangreiche Maßnahmen seien im Kindergarten „Storchennest“ in Milz, vorwiegend im abgelaufenen Jahr 2016, durchgeführt worden. Manche Eltern werden sich sicherlich noch an die aus seiner Sicht unnötigen Querelen erinnern, die die Baumaßnahmen mit sich gebracht hätten. Zum Glück gehöre das der Vergangenheit an und Kinder und Erzieherinnen können sich an schöne Räumlichkeiten erfreuen.

Im Ergebnis einer früheren Besichtigung durch die Stadträte sei man zu dem Schluss gekommen, dass es im Nassbereich dringend Handlungsbedarf gab, erklärte Floßmann. Das habe vor allem den Waschraum und die Toiletten im Hauptgebäude betroffen, aber auch den Wirtschaftsraum, den Fußboden und die Garderobe. Mit einem Satz, „es musste der gesamte Bereich optimiert werden und eine zeitgemäße Anpassung von Heizung und Sanitär erfolgen“, so der für diesen Bereich zuständige Bauamtsmitarbeiter. Es erfolgten Tischlerarbeiten, neue Elektroinstallationen, Trockenbau, eine energieeffizientere Heizung, ein neuer Sanitärbereich sowie Fußboden- und Malerarbeiten. Die Garderobe musste im Flur, unmittelbar am Eingang, abgelegt werden, während es jetzt einen separaten Garderoberaum gibt, wo die Kinder in Ruhe aus- und angezogen werden können. Gleichzeitig seien die Brandschutzmaßnahmen im Eingangsbereich neu geordnet worden, so Floßmann. Erst vor wenigen Tagen sei nun eine letzte Rechnung eingegangen, so dass die Schlussrechnung eine Summe von 68000 Euro ausweist.

Bei den „Gleichbergwichteln“ im Kindergarten Gleichamberg ging es um den „Einbau einer mobilen Glastrennwand“, um den Lärmpegel im gesamten Treppenhaus einzudämmen und den so entstandenen abgeschlossenen (Sport)Raum individuell besser nutzen zu können, erklärte die Leiterin Dagmar Frank. Bisher war dieser Raum bis zur Garderobe und den Eingangsbereich offen, was nicht nur zu einem Energieverlust führte, sondern auch die Betreuung erschwerte. Deshalb hätten auch Eltern auf eine Veränderung gedrängt. Während bei allen bisher durchgeführten Maßnahmen in den Einrichtungen auf regionale Planungsbüros, Handwerksbetriebe und Unternehmen gesetzt wurde, erklärte Detlef Floßmann, musste das Bauamt bei der Glastrennwand auf eine renommierte Firma aus Glatten (Schwarzwald) zurückgreifen. „An der Umsetzung der Maßnahme zum Einbau dieser dreiteiligen Trennwand haben auch Bauhofmitarbeiter mitgewirkt“, sagte Floßmann. Die Schlussrechnung weist nach den Angaben der Stadtkämmerin einen Betrag von 14360 Euro aus. Hinzu käme noch ein Betrag von knapp 6000 Euro für die Fassadenerneuerung.

Gefördert werden aber nur Maßnahmen, wenn sie nach dem 30. Juni 2015 begonnen wurden, erklärte Lissy Carl-Schumann. Deshalb bedauert sie es, dass die auch sehr umfangreichen Arbeiten in der Kindertagesstätte „Christian-Heurich-Haus“ in Haina nicht unter dieses Investitionsförderungsgesetz fallen, da die Maßnahmen bereits vor dem genannten Termin begonnen wurden. Hier belaufe sich die Gesamtsumme auf 81000 Euro, die allerdings die Stadt tragen müsse. Bei den durchgeführten Maßnahmen, die erst gegen Ende 2016 abgeschlossen wurden, erklärte Detlef Floßmann, habe es sich um ein komplettes Brandschutzkonzept gehandelt, dessen Umsetzung keinen Aufschub zuließ und das KlnvFG noch nicht vorhanden war. Die Maßnahmen beinhalteten u.a. die Erneuerung der Elektroanlage, Brand- und Rauchtüren, eine komplette Brand- und Rauchmeldeanlage für das gesamte Gebäude sowie die malermäßige Instandsetzung. Die Vorgeschriebenen Feuertreppen, hieß es aus dem Bauamt, seien inzwischen bei allen

Darin einbezogen ist auch die AWO-Kindertagestätte „Charlottenheim“ in Römhild, für, abgesehen von der Trägerschaft, natürlich ebenfalls die Stadt verantwortlich zeichnet. Auch hier hat die Stadt für 2017 noch einige Investitionen im Rahmen der Förderung geplant. Es geht um die Sanierung der Sanitäranlage im Kellergeschoss des Kindergartens, die nach Angaben der Kämmerin mit 8800 Euro veranschlagt seien. Hinzu kämen noch Maßnahmen des Brandschutzes, so dass die Stadt in allen vier Einrichtungen den Anforderungen des Brandschutzes, den hygienischen Bestimmungen und der Sicherheit gerecht wird. 

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