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Erstellt von Kurt Lautensack | | Römhild

Mamma Mia, Dirty Dancing und Römmelld Miau

„Ja mir könnes kaum erwatt, ball is wider Kalter Matt, un vom Mattbrönn bis zum Schmöger, stenn die Däublich un die Göger…“. Am letzten Donnerstag im Januar ist es jährlich soweit. So ist das eben in Römmelld.

Römhild – Als eine Stunde nach Mitternacht das Lied vom „Kalten Markt“ vom RKG-Vereinsheim nach draußen hallte, “, mit dem sich Manfred Hummel unvergesslich gemacht hat, war eines gewiss, das diesjährige Karnevalsprogramm der RKG ist kaum zu toppen. Das Publikum, das den Saal bis auf den letzten Stuhl füllte, erlebte einen Büttenabend mit absolutem Musical-Flair, gespickt mit tänzerischen Glanzleistungen der Balletts, Märchenhaftes und Büttenreden, die das Zwerchfell kaum zur Ruhe kommen ließen. Die Karnevalisten ließen auch keine Minute nach dem Einzug von Elferrat und Prinzengarde sowie der Begrüßung durch Vereinspräsident Lukas Möhring und Sitzungspräsident Martin Bartholomäus verstreichen. 

  Nach einem furiosen Auftakt der Großen Garde, Thüringer Vizemeister im karnevalistischen Tanzsport, ging das Kinderballett mit ihrem Showtanz „Vaiana“ auf eine Reise übers Meer. Das Junioren- und Jugendballett glänzte mit einem Marsch, dem eine rasante Solo-Einlage von Tanzmariechen Enisa Volkmar voraus ging, trainiert von Mutti Patricia. „Mamma Mia“ tanzte das Juniorenballett, während das Jugendballett das Publikum in die Märchenwelt  Schneewittchens entführte. Hinter all dem stehen fantastische Choreografien eines tollen Trainerinnen-Teams, die von sieben Garden und Balletts umgesetzt wurden. Dazu gehörte natürlich auch das Männerballett, das als „Blue Man Group“ begeisterte. 

  In der Bütt unternahm Thomas Perlick eine Reise nach Kanada, wobei Tochter Margarete (dieses Mal per Video) sich über ihren alten Herrn nur wundern konnte. Und um seine Sehnsucht nach Römhild zu stillen, habe die Familie in Bad Brückenau in Miniatur sogar die Stadt nachgebaut. Wie ein waschechter Römhilder aussehen muss, sollte so aussehen wie er, meinte Dieter Scholz, der sich dem Thema Wasser auf der Suche nach verschiedenen Getränken widmete. Worte als perfekte Waffe einzusetzen, das versteht Wieland Hense aus Weimar perfekt. Treffsicher, mal spitz, mal etwas gediegen, trat er als Ali Baba in die Bütt, leider ohne seine 40 Räuber, denn die habe er im Bundestag zurückgelassen. Als echte Nachwuchstalente in der Bütt erwiesen sich Vanessa Stark und Rosalie Ruta, die sich darüber den Kopf zerbrachen, als was sie sich eigentlich bewerben könnten, wobei ihr Berufskatalog sehr vielversprechend ist. 

  Wie es bei einem Familienessen zugehen kann, konnten die Besucher bei „Familie Schmidt“ erleben (Luisa Kerrut, Robin Werner, Sandra und Jens Neubert). Was „Papst Babo“ im Vatikan so umtrieb, dazu ließ Sebastian Schmitt seinen Gedanken freien Lauf. Und anstatt ihm Gott zwei Engel schickte, schien der Papst auch mit zwei Nonnen (Elisa Bergner und Lena Friedrich) zufrieden zu sein, die sich ihrerseits fragten, ob es bei einer Frau leerstehend heißt, wenn man beim Mann von alleinstehend spricht. Zurück in durcheinander geratene Märchen wurde das närrische Saalvolk mit „Kasperle & Prinzessin“ (Petra Hänisch und Tochter Lisa) versetzt. Doch auch beim Kasperle-Theater scheint der Personalmangel um sich zu greifen, wobei ein Vergleich mit anderen Einrichtungen rein zufällig wäre. Den Schlusspunkt in der Bütt setzte Eddi aus Reurieth als „Glückspilz“ und sorgte nochmals für verzerrte Gesichtsmuskeln. 

  In die Welt des „Struwwelpeters“ führten das Publikum die Weltenbummler (Gesang) mit Ideengeberin Doris Hochstrate am Klavier. An dieser Stelle muss natürlich Leonard Graf genannt werden, der mit seinen zusammengestellten Mitschnitten an „Originalschauplätzen“ bei den Weltenbummlern, beim Bewerbungsgespräch und dem Familienessen für tolles Vergnügen sorgte. Keinesfalls vergessen, weil ein Vergnügen für Auge und Ohr, das Gemischte Ballett mit „Dirty Dancing“ und das Showballett mit „Cats“. Was sie tänzerisch zum Ausdruck brachten, gepaart mit Mimik und Akrobatik, Chapeau! Auch kommt man nicht umhin, das Schminkteam mit Sandra Schleusing, Lia Richter und Diana Graf zu nennen, die bei Cats perfekte Arbeit leisteten. Kein Wunder das dabei „Römelld Miau-Rufe“ als Anerkennung zu hören waren. 

  Zum traditionellen Schlussbild gehören auch Dankesworte dem gesamten RKG-Team, das  sich diesem Brauchtum „Karneval“ widmet, Spaß und Freude vermittelt. Sie gelten aber auch den vielen Besuchern der Sitzungen, die den hohen Anspruch an das Programm gerechtfertigt. Ausdrücklich wurde dafür  insbesondere dem Sitzungspräsidenten gedankt.

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